Wolf reißt Schafe im Kreis Rastatt
: Raubtier könnte bei erneutem Angriff zum Abschuss freigegeben werden

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg hat einen Wolfsrüden im Kreis Rastatt als verantwortlich für drei tote und fünf verletzte Schafe bei Forbach identifiziert.
Von
lsw
Forbach/Freiburg/Stuttgart
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Ein Wolf hat bei Forbach mehrere Schafe gerissen.

Boris Roessler/dpa

Wie das Umweltministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte, trägt das Tier die Kennung „GW852m“.

Am 25. Oktober waren der Forstlichen Versuchs– und Forschungsanstalt Freiburg die Funde den Angaben nach gemeldet worden. „Die empfohlenen Maßnahmen zum Herdenschutz waren soweit zumutbar umgesetzt und wurden vom Wolfsrüden überwunden“, hieß es nun aus dem Ministerium. Sollte das Tier zeitnah erneut zuschlagen, dann könne er als „schadstiftender Wolf“ deklariert werden. Eine sogenannte Entnahmeanordnung sei dann möglich, also ein Abschuss des Tiers.

Im „Managementplan Wolf“ des Landes heißt es hierzu: Eine solche Entnahme sei möglich, „setzt in jedem Fall aber die Umsetzung von zumutbaren Alternativen voraus.“ In dem Leitfaden wird auch betont, dass Wölfe auf Basis des Bundesnaturschutzgesetzes „besonders und gleichzeitig streng geschützt“ sind.