Wissenschaft: Karlsruhe auf dem Weg zur Daten-Hauptstadt

Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Bündnis 90/Die Grünen) freut sich über die Stärkung des Wissenschaftsstandortes Karlsruhe.
Marijan Murat/dpa- GWK stärkt die in Karlsruhe ansässige Nationale Forschungsdateninfrastruktur.
- Ziel ist eine leistungsfähige Infrastruktur für Forschungsdatenmanagement.
- Der NFDI-Verein soll zentral Fördermittel verwalten – nicht mehr 20 Konsortien.
- Zeitraum des Beschlusses: Januar 2029 bis Dezember 2038.
- Olschowski: Daten sind Schlüssel für Forschung und Demokratie, Karlsruhe profitiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat beschlossen, die seit 2020 in Karlsruhe angesiedelte Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) zu stärken. Deren Ziel ist es, eine leistungsfähige Infrastruktur für das Forschungsdatenmanagement aufzubauen. Sie soll Forscher bei der effizienten Verwaltung und Nutzung von Forschungsdaten unterstützen. Der Beschluss gilt für den Zeitraum von Januar 2029 bis Dezember 2038.
Bisher ist die NFDI als Verein organisiert, Gründungsmitglieder sind der Bund und die Bundesländer. Der NFDI-Verein soll laut Beschluss der Minister und Ministerinnen eine zentrale Rolle bekommen und die Fördermittel verwalten, anstatt sich wie bisher über 20 Konsortien einzeln an die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) wenden zu müssen. Die NFDI ist ein wissenschaftliches Netzwerk mit dem Ziel, Datenbestände von Wissenschaft und Forschung zu sichern, für die Nutzung aufzubereiten und international zu vernetzen.
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) betonte nach der Entscheidung: „Daten sind so etwas wie das Öl des 21. Jahrhunderts. Der Zugang zu Daten wird in den kommenden Jahren ein entscheidender Schlüssel im globalen Wettbewerb um Forschungsergebnisse und Innovation sein. Wir tragen eine große Verantwortung bei der Frage, wer mit welchem Interesse Daten verfügbar hat.“ Für die Demokratie sei entscheidend, dass Daten sicher und verlässlich gespeichert, Zugänge für demokratische Akteure geöffnet und Wissenschaft vernetzt würden. Olschowski weiter: „Karlsruhe ist nicht mehr nur die Hauptstadt des Rechtsstaats. Sie ist auch die Hauptstadt der Daten-Demokratie.“
Die Geschäftsstelle des Vereins in Karlsruhe soll personell gestärkt und gestrafft werden. Aktuell arbeiten dort 20 Personen. Zudem soll ein Betriebsnetz von wissenschaftlichen Einrichtungen geschaffen werden, worüber Kooperationspartner der NFDI dann Infrastrukturen wie Speicherung von großen Datenmengen bereitstellen sollen. Die DFG fördert zudem ein Innovationsprogramm für Neuerungen bei den Forschungsdaten.
