Schnee im Südwesten
: Mindestens 30 Personen bei Unfällen verletzt

Der Deutsche Wetterdienst hat vor starken Schneefällen im Südwesten gewarnt. Die Polizei berichtet von mehr als 380 witterungsbedingten Unfällen innerhalb von 18 Stunden.
Von
dpa
Ravensburg
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Polizei - Unfall: ARCHIV - 19.02.2020, Schleswig-Holstein, Kiel: Die Leuchtschrift «Unfall» ist auf dem Dach eines Streifenwagens zu sehen. (zu dpa: «Erster Schnee führt zu Unfällen in Schleswig-Holstein») Foto: Carsten Rehder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Schneefälle haben zu zahlreichen Polizeieinsätzen geführt.

Carsten Rehder/dpa
  • Wintereinbruch im Süden führt zu zahlreichen Unfällen in Baden-Württemberg.
  • Über 200 wetterbedingte Unfälle am Donnerstag, vor allem in Schwarzwald-Baar-Kreis und Region Freiburg.
  • Räumfahrzeuge im Einsatz, Polizei rechnet mit Entspannung am Abend.
  • Deutscher Wetterdienst warnt vor starkem Schneefall in Freiburg und Tübingen.
  • Bis zu 30 cm Neuschnee in Hochlagen erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es schneit und schneit: In kürzester Zeit hat der Schnee im Süden Baden-Württembergs für Unfälle und Chaos auf den Straßen gesorgt. Nach Schätzung mehrerer Polizeipräsidien gab es im Land innerhalb von 18 Stunden über 380 witterungsbedingte Unfälle. Insgesamt seien mindestens 30 Personen verletzt worden, überwiegend leicht, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Der Gesamtschaden der Unfälle zusammen liege deutlich über einer Million Euro. Besonders waren die Polizeipräsidien Freiburg und Konstanz betroffen.

Auf der Autobahn 81 kam der Verkehr wegen der Schneefälle streckenweise fast zum Erliegen, wie ein Polizeisprecher in Konstanz am Bodensee berichtete. Die Autos und Lastwagen würden auf schneeglatten Straßen kaum vorankommen.

Viel Schnee am Bodensee

Das Polizeipräsidium Konstanz war nach Angaben eines Sprechers im Zeitraum von gestern, 14 Uhr bis heute um 6 Uhr bei insgesamt 140 Unfällen im Einsatz. Der geschätzte Gesamtschaden von diesen Unfällen alleine liegt bei rund 950.000 Euro. Das Polizeipräsidium Freiburg hatte im gleichen Zeitraum nach eigenen Angaben rund 135 witterungsbedingte Einsätze.

In den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und im Bodenseekreis registrierte die Polizei schon am frühen Abend fast ein Dutzend Einsätze, wie ein Sprecher erklärte. Viele seien noch in Bearbeitung. „Wenn der erste Schnee fällt, herrscht immer ein bisschen Chaos“, sagte der Polizeisprecher: „Wir haben ordentlich zu tun.“

Verkehrschaos auf der B31

Die Bundesstraße 31 ist zwischen Kirchzarten und Buchenbach-Falkensteig (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) nach starkem Schneefall gesperrt worden. Weil auf der sogenannten Höllentalstrecke vor allem viele Lastwagen liegen geblieben waren, ging dort bis zum späten Donnerstagabend nichts mehr, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Es gebe an dieser Stelle einen starken Anstieg, so dass dort bei entsprechendem Wetter immer wieder Laster stecken blieben. Am späten Abend wurde die Sperrung nach Polizeiangaben wieder aufgehoben.

Manche Regionen bleiben verschont

Die Landkreise Calw, Freudenstadt, Enzkreis sowie Pforzheim blieben nach Auskunft einer Sprecherin des Polizeipräsidiums Pforzheim hingegen weitestgehend noch von Schneefall verschont – sowie von schneebedingten Unfällen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte wegen der starken Schneefälle eine Unwetterwarnung für die Regierungsbezirke Freiburg und Tübingen herausgegeben. Es ist laut (DWD) der erste richtige Wintereinbruch: Im Allgäu, dem Südschwarzwald und am Bodensee erwarten die Meteorologen bis in die Nacht Schnee. In Hochlagen seien bis zu 30 Zentimeter Neuschnee möglich, in tieferen Lagen bis zu 20 Zentimeter.