Wetter in BW: Unwetter ziehen übers Land – Starkregen, Blitz und Donner

Dunkle Wolken ziehen bei einem Sommergewitter über Bartholomä am Himmel auf.
Marius Bulling/onw-images/dpa- Schwere Gewitter mit Starkregen und Hagel sind am Samstag in der Nordhälfte von Baden-Württemberg möglich.
- Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Vorabinformation herausgegeben.
- Temperaturen erreichen am Samstag um die 30 Grad, besonders am Oberrhein.
- Schutzmaßnahmen sollten rechtzeitig getroffen werden.
- Sturmböen bis zu 100 km/h sind möglich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Schluss mit Sonne: Nachdem der Samstag noch mit Sonne satt aufwartete, wurde es am Abend vielerorts ungemütlich. Zu mehr als 100 Einsätzen sind Polizei und Feuerwehr wegen des Unwetters in Baden-Württemberg ausgerückt. Es war vor allem die Nordhälfte des Landes betroffen, wie die Polizeipräsidien mitteilten. Viele Bäume waren demnach umgestürzt oder Äste herabgefallen. Es seien aber nur Sachschäden entstanden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.
Von einer Dachterrasse in Pforzheim sei etwa ein Pavillon heruntergeweht worden. Den Beamten sei es gelungen, das Zelt wieder einzufangen, erklärte eine Polizeisprecherin. In Moosbach wurden Teile eines Baugerüstes umgeweht, wie es hieß.
Auf der nassen Fahrbahn der Autobahn 81 verloren den Angaben nach drei Personen die Kontrolle über ihre Fahrzeuge. Sie seien bei Osterburken (Neckar-Odenwald-Kreis) und bei Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis) von der Fahrbahn abgekommen. Alle Insassen blieben demnach unverletzt.
Konzert in Ulm muss abgesagt werden
In der Region Ulm sorgte ein schweres Gewitter am Abend dafür, dass ein Open-Air-Konzert auf dem Münsterplatz beim Deutschen Musikfest abgesagt werden musste. Auch das audiovisuelle Kunstprojekt „Sound Bridges“ an der Donau in Ulm konnte nicht stattfinden. In Langenau (Alb-Donau-Kreis) wurde ein Blitzeinschlag gemeldet. Das stellte sich zum Glück als falscher Alarm heraus. Auch Dornstadt wurde von schweren Gewittern heimgesucht.
Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst vor Starkregen und Sturmböen gewarnt.
Vollgelaufene Keller auch in Nordrhein-Westfalen
Aber nicht nur in Baden-Württemberg gab es Wetterkapriolen: In Nordrhein-Westfalen hat heftiger Starkregen bereits am Samstagnachmittag zu vollgelaufenen Kellern und überschwemmten Straßen geführt. Verletzt worden sei niemand, berichteten die Behörden im Kreis Euskirchen (zwischen Bonn und Aachen) und im Rhein-Erft-Kreis (der neben Köln liegt).
In Erftstadt habe es an etwa 100 Gebäuden Einsätze gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher in Kerpen. Im Kreis Euskirchen sprach die Polizei von vergleichsweise wenig Einsätzen: In einigen Straßen und Kellern stehe ein bisschen Wasser.
Gewitter dauern das Wochenende über an
Für Sonntag warnt der DWD für weite Teile des Südwestens vor Unwettern, Starkregen und teils schweren Sturmböen. Warm bleibt es aber trotzdem: Die Temperaturen sollen zwischen 23 und 28 Grad erreichen.
Am Montag soll es im Norden noch vereinzelt Schauer und Gewitter geben, aber auch längere Trockenphasen. Im Süden kann es gebietsweise Gewitter und Starkregen geben.