Warnstreiks im Busverkehr: Wo im Südwesten der Weg zur Arbeit heute länger dauern könnte

Am Dienstag (28.01.2025) kommt es wegen Warnstreiks in Teilen Baden-Württembergs wieder zu Einschränkungen im Busverkehr.
Bernd Weißbrod/dpa- Warnstreiks im Busverkehr in Teilen Baden-Württembergs am Dienstag, 28.01.2025.
- Betroffen sind u.a. Tübingen, Reutlingen, Ludwigsburg, Karlsruhe und Baden-Baden.
- Verdi fordert 7,6% mehr Geld und Zusatzgeld für Schichtarbeiter in Tarifverhandlungen.
- EVG und Deutsche Bahn starten Verhandlungen, keine Bahn-Warnstreiks geplant.
- Ziel: Tarifrunde vor Bundestagswahl abschließen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Fahrgäste müssen am Dienstag (28.01.2025) mit Einschränkungen im Busverkehr in Teilen Baden-Württembergs rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat in zwei verschiedenen Tarifrunden zu Warnstreiks aufgerufen, die beide Auswirkungen auf den Busverkehr haben sollen.
Zum einen hat Verdi erneut Warnstreiks bei privaten Busunternehmen angekündigt. In über 30 Betrieben werde ab Dienstag dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Die meisten Warnstreiks würden am Dienstag stattfinden, es könne aber im Verlauf der Woche zu weiteren Arbeitsniederlegungen kommen.
Tübingen, Reutlingen und Ludwigsburg betroffen
Betroffen sei unter anderem der Stadtverkehr in Tübingen, Reutlingen und Ludwigsburg. Wo genau es überall bereits am Dienstag zu Warnstreiks kommen soll, konnte ein Sprecher auf Anfrage nicht sicher sagen. Zum anderen hat Verdi im Rahmen der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen zu Warnstreiks im Busverkehr aufgerufen. Betroffen seien Karlsruhe und Baden-Baden, hieß in einer Mitteilung.
Hier die erwarteten Auswirkungen auf Tübingen und Göppingen:
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und die Deutsche Bahn starten unterdessen am Dienstag (28.01.2025) die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag. Nach dem Willen der EVG soll die Tarifrunde noch vor der Bundestagswahl abgeschlossen werden. Auch der bundeseigene Konzern setzt auf einen zügigen Abschluss. Warnstreiks kämen in diesem Fall nicht auf die Fahrgäste der Bahn zu. Der aktuelle Tarifvertrag - und die damit einhergehende Friedenspflicht - läuft noch bis Ende März.
EVG will unter anderem 7,6 Prozent mehr Geld
Die Gewerkschaft geht unter anderem mit einer Forderung von 7,6 Prozent mehr Geld in die Verhandlungen in Frankfurt (Main). Schichtarbeiter sollen außerdem ein Zusatzgeld von 2,6 Prozent bekommen, das zum Teil in freie Tage umwandelbar sein soll.
Für EVG-Mitglieder soll es zudem eine Bonuszahlung in Höhe von 500 Euro geben. Und: Alle Beschäftigten sollen ihren Job garantiert bis Ende 2027 behalten. Eine bestimmte Laufzeit fordert die Gewerkschaft nicht. Verhandelt wird für rund 192.000 Beschäftigte, für die die Tarifverträge der EVG gelten.
Die DB hat sich bislang nicht zu den Forderungen geäußert. Offen gelassen hat der kriselnde Konzern auch, ob er - wie von der EVG gefordert - am Dienstag ein Angebot vorlegen wird.

