Vorsicht auf den Straßen
: Über 500 Soldaten proben ABC-Einsatz in BW

Die Bundeswehr übt die ABC-Abwehr. Denn sie will für den Ernstfall gewappnet sein. Was bedeutet die erhöhte Präsenz militärischer Fahrzeuge für Autofahrende?
Von
dpa
Bruchsal
Jetzt in der App anhören

Bis zum 25. September macht ein ABC-Abwehrregiment ein Manöver mit dem Titel „Badischer Sturm 2026“. (Archivbild)

Kay Nietfeld/dpa
  • Bundeswehr übt ABC-Abwehr in Baden-Württemberg – rund 550 Soldatinnen und Soldaten beteiligt.
  • Titel der Großübung: „Badischer Sturm“; Ende am 25. September.
  • Route verläuft von Saarbrücken über Idar-Oberstein, Darmstadt und Würzburg bis nach Ulm, Tübingen und Offenburg.
  • Trainiert werden Aufklärung atomarer und chemischer Bedrohungen sowie Dekontamination.
  • Auf öffentlichen Straßen ist mehr Militärverkehr zu erwarten, Überholen von Kolonnen vermeiden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Hunderte Soldaten sind in den kommenden Tagen in Baden-Württemberg unterwegs, um bei einer Großübung der Bundeswehr für den Ernstfall zu proben. Unter dem Titel „Badischer Sturm" verlegen Experten für ABC-Abwehr aus Bruchsal nach Angaben der Truppe von Saarbrücken über Idar-Oberstein, Darmstadt und Würzburg bis nach Ulm, Tübingen und Offenburg. Die Großübung dauert rund zwei Wochen und endet am 25. September.

Trainiert werde die Aufklärung von atomaren und chemischen Bedrohungen, die Identifikation von Gefahrstoffen und die Dekontamination von kontaminierten Personen und Material. Dabei werde auch mit internationalen Chemiekonzernen zusammengearbeitet, um auch für seltenere Szenarien und Gefahrlagen gewappnet zu sein. Beteiligt seien rund 550 Soldatinnen und Soldaten. 

Achtung auf den Straßen 

Die Kräfte bewegen sich laut Bundeswehr nicht ausschließlich innerhalb militärischer Liegenschaften wie etwa Kasernen, sondern nutzen bei der Übung auch öffentliche Straßen. „Mit einer erhöhten Präsenz militärischer Fahrzeuge auf den Straßen im Übungsraum ist zu rechnen“, hieß es. Alle größeren Transporte und Übungen im öffentlichen Raum seien aber mit den örtlichen Behörden abgestimmt. Verkehrsteilnehmende sollten Abstand halten und beim Überholen nicht zwischen Fahrzeuge einer Kolonne fahren.