Warntag in Bayern: Kann man die Warnungen ausschalten?

Am Warntag in Bayern werden nicht nur Sirenen und Lautsprecherdurchsagen ertönen, auch das eigene Handy muss vorbereitet werden. Um die Cell Broadcast Warnungen zu erhalten müssen ggf. Einstellungen aktualisiert werden.
Oliver Berg/dpaAm Donnerstag (11. September 2025) heulen überall in Bayern wieder die Sirenen. Es ist Warntag. Anders als im Frühjahr ist dieser zweite Probetag für den Ernstfall in allen Bundesländern geplant. Was kommt morgen auf die Menschen im Freistaat zu? Eine Übersicht über den Ablauf des Warntages 2025 in Bayern und wie man sich vorbereiten kann.
Warntag 2025 in Bayern: So ist der Ablauf
Der bundesweite Warntag erfolgt in Kooperation mit den Ländern und Kommunen, sodass überall im Land zur selben Zeit Sirenen ertönen und Handys piepen werden. Je nach Kommune können dann noch weitere Alarmsysteme hinzukommen, je nachdem, welche vor Ort verfügbar sind. Mehr dazu weiter unten.
Der Ablauf ist wie folgt geplant: Am 11. September 2025 wird um Punkt 11 Uhr vormittags eine Probewarnung über verschiedenste Kanäle verschickt. Um 11.45 Uhr erfolgt dann die offizielle Entwarnung.
Wozu dient der Warntag?
Der Warntag soll auf der einen Seite die Warn-Infrastruktur testen (und Lücken erkennen), auf der anderen Seite ist der Aktionstag allerdings auch eine gute Gelegenheit, die eigenen Notfall-Kanäle zu testen. Gibt es beispielsweise Warn-Apps, die auf dem eigenen Handy noch fehlen, sind die unterschiedlichen Sirenensignale und deren Bedeutung klar, empfange ich überhaupt Cell Broadcast Meldungen auf meinem Smartphone oder muss ich diese erst aktivieren (mehr dazu unten)?
Warntag in Bayern: Über diese Kanäle wird gewarnt
Gewarnt wird die Bevölkerung in Bayern über die unterschiedlichsten Kanäle. Hier eine Übersicht:
- In vielen Städten und Gemeinden werden Sirenen ausgelöst.
- Eine Probewarnung wird in allen Bundesländern über das Warnsystem MoWaS verschickt. Diese erreicht unter anderem Radio, Fernsehen, Warn-Apps (z.B. KATWARN, NINA), Cell Broadcast sowie digitale Infotafeln. Die einzelnen Warnungen können hier teilweise etwas zeitversetzt erfolgen.
- Parallel können auf Ebene der Länder, in den teilnehmenden Landkreisen und Kommunen, verfügbare kommunale Warnkanäle ausgelöst werden. Die bereits genannten Sirenen fallen darunter, hinzu kommen dann aber ggf. auch Lautsprecherwagen oder digitale Anzeigetafeln in Bahnhöfen oder Fußgängerzonen.
Handyeinstellungen prüfen: So kommen die Warnungen an
Wichtig ist der Blick in die Handyeinstellungen, um Cell Broadcast zu aktivieren. Ist die Funktion ausgeschaltet, kommen keine offiziellen Warnungen über Cell Broadcast an. Wer ein iPhone besitzt, kann über die Einstellungen im Unterpunkt „Mitteilungen“ ganz unten prüfen, ob die „Testwarnungen“ aktiviert sind. Auch bei Android lassen sich die Warnungen über die Einstellungen aktivieren. Dafür navigiert man zum Punkt „Sicherheit und Notfälle“. Dort können die „Katastrophenwarnungen“ angeschaltet werden.
Handywarnungen ausschalten: Ist das ratsam?
Selbstverständlich funktioniert das auch in die andere Richtung, um die Warnungen auszuschalten. Das ist allerdings nicht ratsam. Zum einen, weil deutsche Behörden vor etwaigen Gefahren über Cell Broadcast warnen und es sich dabei immer um Warnungen handelt, die ernst zu nehmen sind. Auf der anderen Seite nutzen auch andere europäische Länder das Warnsystem, so etwa verschiedene Urlaubsländer wie Italien oder Griechenland. Es ist also ratsam, die Notfallbenachrichtigungen angeschaltet zu lassen. Wer am heutigen Donnerstag die Warnmeldungen dennoch nicht erhalten möchte, kann das Handy um kurz vor 11 Uhr für einige Minuten in den Flugmodus versetzen.
