Vom Vater gefangen gehalten?
: Neunjähriger nackt und unterernährt in Kleinbus entdeckt

Über ein Jahr soll ein Junge in einem Lieferwagen gefangen gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft berichtet, dass er beim Auffinden nicht mehr laufen konnte und unter einer Decke neben Exkrementen lag.
Von
dpa
Hagenbach
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Neunjähriger nackt und unterernährt in Kleinbus entdeckt: ARCHIV - 30.05.2021, Frankreich, Le Lardin-Saint-Lazare: Ein französisches Polizeiauto steht auf einer Straße. Beamte haben einen 43 Jahre alten Mann festgenommen, der seinen neunjährigen Sohn über ein Jahr in einem Lieferwagen gefangen gehalten haben soll. Von Nachbarn alarmierte Beamte entdeckten das Kind nackt und unterernährt in dem Fahrzeug auf dem Hof eines Mehrfamilienhauses in der elsässischen Ortschaft Hagenbach.  (zu dpa: «Neunjähriger nackt und unterernährt in Kleinbus entdeckt») Foto: Diarmid Courreges/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die französische Gendarmerie hat einen 43 Jahre alten Mann festgenommen, der seinen neun Jahre alten Sohn über ein Jahr n einem Lieferwagen gefangen gehalten haben soll.

Diarmid Courreges/AFP/dpa
  • Vater in Hagenbach festgenommen: Er soll seinen neunjährigen Sohn im Lieferwagen eingesperrt haben.
  • Beamte fanden den Jungen nackt, unterernährt und neben Exkrementen – er konnte nicht laufen.
  • Laut Staatsanwaltschaft lag er in Embryonalhaltung und wurde in eine Klinik nach Mulhouse gebracht.
  • Der Junge sagte, er sei zwischen September und Dezember 2024 eingesperrt worden und zuletzt Ende 2024 geduscht.
  • Lebensgefährtin ebenfalls festgenommen – sie wollte laut Junge seine Einweisung in eine Psychiatrie.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Vater soll seinen neunjährigen Sohn über ein Jahr in einem Lieferwagen in Frankreich gefangen gehalten haben. Der 43 Jahre alte Mann sei von der Polizei festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft in Mulhouse mit.

Von Nachbarn alarmierte Beamte hätten das Kind nackt und unterernährt in dem Fahrzeug auf dem Hof eines Mehrfamilienhauses in der elsässischen Ortschaft Hagenbach entdeckt. Der Vater wohnte in einer der Wohnungen des Hauses. Der Ort liegt unweit der Grenze zu Deutschland und der Schweiz.

Nach eigenen Angaben sei der Junge zwischen September und Dezember 2024 in dem Lieferwagen eingesperrt worden und habe Ende 2024 das letzte Mal geduscht. In dem Lieferwagen habe er in Embryonalhaltung unter einer Decke neben Exkrementen gelegen. Wegen des langen Aufenthalts in dem Lieferwagen sei das Kind nicht mehr in der Lage gewesen zu laufen, als es entdeckt wurde, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Junge wurde in eine Klinik nach Mulhouse gebracht. Die Lebensgefährtin des Vaters wurde ebenfalls festgenommen.

Lebensgefährtin wollte Jungen in Psychiatrie abschieben

Bei der Befragung habe der Junge angegeben, große Beziehungsprobleme mit der Lebensgefährtin gehabt zu haben, die ihn nicht mehr in der Wohnung haben wollte und gedrängt habe, dass er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Sein Vater habe ihn in den Kleinbus gesperrt, um eine Einweisung zu vermeiden.

Mit dem Paar in der Wohnung lebten zwei zehn und zwölf Jahre alte Töchter. Mit einer Videokamera überwachte der Vater den im Hof stehenden Lieferwagen. Aufzeichnungen zeigten, dass der Vater sich zweimal täglich zu dem Fahrzeug begab, um dort etwas hereinzuwerfen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

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