Ausbruch der Vogelgrippe im Kreis Tübingen mit sechs toten Schwänen und immer mehr Fälle der Geflügelpest in Baden-Württemberg: Das Landwirtschaftsministerium ist in Alarmstellung und hat jetzt strengere Schutzmaßnahmen für Geflügelbetriebe angekündigt. Auch kleinere Geflügelbetriebe müssen Vorkehrungen treffen, die Regelung tritt einer Mitteilung zufolge landesweit ab Samstag, 21. Januar, in Kraft.

Schutz vor Vogelgrippe: Diese Regeln gelten ab Samstag

  • Fremde dürfen Ställe demnach nur mit Schutzkleidung betreten. Halter müssen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen beachten.
  • Geflügelhalter sind außerdem verpflichtet, Symptome und unklare Todesfälle ihrer Tiere zu melden.
  • Diese Maßnahmen gelten bereits für Betriebe mit mehr als 1000 Hühnern, Puten, Perlhühnern, Rebhühnern, Fasanen, Laufvögeln, Wachteln, Enten und Gänsen.

Besondere Regeln für Tübingen und Reutlingen

Im Kreis Tübingen wurde Haltern bereits wegen es Vogelgrippe-Ausbruchs Anfang Januar verordnet, ihre Tiere im Stall oder unter Schutzeinrichtungen zu halten. Wegen des Verdachts auf Ausbruch der Vogelgrippe sollen auch Halter entlang des Neckars im Kreis Reutlingen seit vergangenem Samstag ihr Geflügel in Ställen unterbringen. Alternativ sollen sie geeignete Netze aufspannen, damit es nicht zum Kontakt mit wilden Vögeln kommt.
In Baden-Württemberg wurden laut Ministerium seit Anfang des Jahres in insgesamt elf Fällen Geflügelpest bei Wildvögeln nachgewiesen. Deutschlandweit soll es seit September 2021 zu mehr als 1900 Geflügelpestausbrüchen gekommen sein.
Die auch Vogelgrippe genannte Geflügelpest ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln vorkommt. Die Krankheit ist Experten zufolge für Menschen ungefährlich.