Versorgung mit Rohstoffen
: Öl ist so teuer wie seit Monaten nicht

Es gibt Proteste in Teheran und Trump schickt Kriegsschiffe. Warum die aktuellen Spannungen den Ölpreis in die Höhe treiben - und was das für deinen nächsten Tankstopp bedeuten könnte.
Von
dpa
New York/London
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Eine Gruppe von Öltankern wartet bei Sonnenuntergang auf die Einfahrt in das PDVSA-Dock in Guaraguao, um mit Öl versorgt zu werden (Symbolbild).

Juan Carlos Hernandez/ZUMA Wire/dpa
  • Rohölpreise auf Vier-Monats-Hoch: Brent 68,41 $, WTI 63,36 $ je Barrel.
  • Anstieg um 84 Cent (Brent) und 97 Cent (WTI) gegenüber dem Vortag.
  • Höchster Stand seit Ende September vergangenen Jahres.
  • Treiber: Spannungen rund um Iran; USA verstärken Militärpräsenz.
  • Mögliche Folge: höhere Heizöl- und Spritpreise für Verbraucher.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Rohölpreise haben den höchsten Stand seit vier Monaten erreicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete zuletzt 68,41 US-Dollar. Das waren 84 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate legte um 97 Cent auf 63,36 Dollar zu. Damit haben die Notierungen den höchsten Stand seit Ende September vergangenen Jahres erreicht. 

Der Rohölpreis ist der wichtigste Treiber für Heizöl- und Spritpreise. Der Anstieg könnte höhere Kosten für Verbraucher zur Folge haben.

Preise hängen von geopolitischer Lage ab

Am Ölmarkt bleiben geopolitische Spannungen das bestimmende Thema. Der Blick der Anleger richtet sich auf die Entwicklung im Iran, das dem Ölförderländer-Verbund Opec angehört. Die Vereinigten Staaten haben nach den Protesten gegen das Regime in Teheran ihre militärische Macht in der Region verstärkt.

Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Bank Standard Chartered zeigt sich am Ölmarkt eine veränderte Stimmung. Es werden stärkere Preisschwankungen als zuletzt erwartet.