Vermutung bestätigt
: Mercedes-Testfahrt endete mit Unfall auf der A8

Bei einem Unfall in der Nähe von Kirchheim unter Teck haben Fotoreporter den Blick auf einen Testwagen erhascht. Jetzt bestätigt Mercedes-Benz offiziell den Erlkönig.
Von
Nicole Kauer
Kirchheim unter Teck
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Kirchheim: Aufgrund eines Auffahrunfalls zwischen einem Erlkoenig und einem Transporter kam es zur Sperrung zweier Fahrspuren. Eine Person wurde verletzt.: Am Donnerstagabend ereignete sich auf der A8 zwischen Kirchheim Teck Ost und Aichelberg zu einem  Verkehrsunfall zwischen einem Transporter und einem nicht naeher identifizierten Fahrzeug (moeglicherweise ein Erlkoenig). Der Transporter fuhr daraufhin in den Graben. Die genauen Unfallumstaende sind noch ungeklaert.  Eine Person wurde nach ersten erkenntnissen verletzt. Die Rechte und mittlere Spur sind gesperrt.

Wie ein Pressesprecher von Mercedes bestätigt, handelte es sich bei dem Fahrzeug auf der A8 um einen sogenannten Erlkönig.

SDMG / Kaczor
  • Mercedes bestätigt Unfall mit Testwagen („Erlkönig“) auf der A8 bei Kirchheim.
  • Unfall am 16. Januar 2025, drei Verletzte, 50.000 Euro Schaden.
  • Fahrzeug darf im öffentlichen Verkehr testen, Unfall bedauert.
  • „Erlkönig“: Prototypen mit Tarnmuster, um neue Modelle zu schützen.
  • Name stammt von der Zeitschrift „auto motor und sport“ in den 50er-Jahren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einem Unfall auf der A8 in der Nacht auf Donnerstag, 16. Januar 2025, erspähten Fotoreporter den Blick auf einen Testwagen, einen sogenannten Erlkönig. Auf Nachfrage bestätigt nun die Presseabteilung von Mercedes-Benz: Der Wagen bei dem Unfall auf der A8 bei Kirchheim war ein Testfahrzeug.

Trotz der dunklen Schutzfolie entging den Fotoreportern, die am Donnerstagnacht bei dem Unfall vor Ort waren, das schwarz-weiße Tarnmuster des Fahrzeugs nicht. Wie ein Pressesprecher von Mercedes mitteilt, befand sich der Erlkönig auf einer regulären Probefahrt, als der Unfall geschah.

Drei Verletzte und 50.000 Euro Schaden

Der 28-Jährige, der auf der Probefahrt auf der Autobahn Richtung München zwischen Kirchheim unter Teck und Aichelberg unterwegs war, hat bei einem Spurwechsel von der mittleren auf die rechte Spur einen Transporter übersehen und den kleinen LKW gestreift. Dabei wurden die drei Insassen des Transporters leicht verletzt und in eine Klinik gebracht, wie ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Ulm sagt. An den Fahrzeugen sei ein Schaden von insgesamt 50.000 Euro entstanden. Der Unfall führte zu einer Teilsperrung der A8 für rund viereinhalb Stunden. Erst gegen halb vier morgens war die Fahrbahn geräumt und der Verkehr konnte wieder ungehindert fließen.

Der Pressesprecher von Mercedes sagt, sie bedauern, dass es zu dem Unfall gekommen sei. Doch die Fahrzeuge dürfen im öffentlichen Straßenverkehr getestet werden. Mercedes verweist zudem darauf, dass alle Automobilhersteller die Proben zum Teil auf öffentlichen Straßen durchführen müssen, wegen der kundennahen Bedingungen in Hinblick auf Verkehr, Klima und Haltbarkeit des Fahrzeugs.

Was ist ein Erlkönig?

Erlkönig nennt man Prototypen der Autobranche, die zu Testzwecken auf den Straßen unterwegs sind. Die Hersteller müssen testen, wie sich ihre neuen Fahrzeuge unter Realbedingungen schlagen. Da gerade die Form eines neuen Modells für Automagazine interessant ist, werden die Prototypen mittels einer speziellen Folierung vor Fotos „geschützt“. Das sogenannte „Dazzle-Muster“ erzeugt leichte optische Täuschungen und erschwert es, Formen zu erkennen.

Der Name „Erlkönig“ für solche Prototypen wurde von der Zeitschrift „auto motor und sport“ geprägt, die solche Prototypen abbildete, zum ersten Mal den Mercedes-Benz 180 in den 50er-Jahren. In der Bildunterschrift dichteten die Autoren die bekannte Ballade „Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe um.