Verkehrseinschränkungen erwartet
: Proteste in Frankreich – Auswirkungen auf Baden-Württemberg

Viele Gruppierungen in Frankreich wollen heute ihrem Ärger gegen die Regierung Luft machen –  unter anderem im Elsass. Das könnte auch Folgen für Baden-Württemberg haben.
Von
Paul Fideler
Straßburg/Paris
Jetzt in der App anhören
Proteste in Frankreich

In ganz Frankreich wurde zum Protest am 10. September aufgerufen.

Rachel Sommer/dpa
  • Frankreich: Proteste und Streiks, u. a. im Elsass, gegen Sparpolitik erwartet.
  • Verkehr betroffen: Tram D Kehl–Straßburg im Halbstundentakt, Regionalzug möglich eingeschränkt.
  • Autobahn A35 bei Straßburg soll blockiert werden – Ausweichverkehr auf deutsche A5 möglich.
  • 80.000 Polizeikräfte mobilisiert, Innenminister will Blockaden verhindern.
  • Hintergrund: Generalstreik nach Sturz der Regierung aufgrund verlorener Vertrauensabstimmung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In vielen Städten und Gemeinden in Frankreich, darunter im Elsass, werden heute Demonstrationen und Streiks erwartet. Der Generalstreik unter dem Motto „Bloquons tout“ (Wir blockieren alles) könnte sich auch auf Baden-Württemberg auswirken. Die Proteste richten sich insbesondere gegen die im Sommer vorgeschlagene Sparpolitik des nun gestürzten Premiers François Bayrou.

Einschränkungen im Verkehr erwartet

Der regionale Zugverkehr im Elsass soll nach Angaben der französischen Bahn SNCF leicht beeinträchtigt sein. So soll die grenzüberschreitende Tram D zwischen Kehl (Ortenaukreis) und Straßburg nur jede halbe Stunde fahren. Möglicherweise ist auch der Regionalzug zwischen Offenburg und Straßburg vom Generalstreik betroffen. Hochgeschwindigkeitszüge sollen jedoch planmäßig fahren.

Schon am Morgen wollen Aktivisten die Autobahn A35 im Westen Straßburgs blockieren – dadurch könnte auf deutscher Seite die A5 zur Ausweichroute für Pendler und Lkw-Fahrer werden. Verspätungen und Staus auf der A5 und ihren Zubringern sind mögliche Folgen.

Genaues Ausmaß unklar

Das genaue Ausmaß der Proteste ist dabei ungewiss. Der französische Innenminister Bruno Retailleau kündigte an, 80.000 Polizeikräfte zu mobilisieren und entschieden gegen Blockade-Aktionen durchzugreifen. Sicherheitskräfte sollten bereits ab dem Vorabend im Einsatz sein.

Der Aufruf „Bloquons tout“ (Lasst uns alles blockieren) verbreitete sich nach der Vorstellung eines Sparhaushaltes der bisherigen Regierung, die am Montag infolge einer verlorenen Vertrauensabstimmung gestürzt wurde. Wer genau hinter der Bewegung steht, ist unklar. Unter anderem linke Gruppen, im Elsass auch Gelbwesten-Gruppierungen und Gewerkschaften riefen zur Beteiligung auf.

Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa.