Verdacht auf organisierte Schwarzarbeit
: Zoll und Polizei durchsuchen mehrere Gebäude im Großraum Stuttgart

Am Freitag hat es in mehreren Städten im Großraum Stuttgart Razzien gegeben. Der Grund: Der Stuttgarter Zoll und die Polizei gehen gegen organisierte Schwarzarbeit vor.
Von
Nico Pannewitz
Stuttgart
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Reichenbach Fils Razzia Zoll Schwarzarbeit

In Reichenbach im Kreis Esslingen gab es am Freitagmorgen einen Großeinsatz der Polizei.

SDMG/Kern
  • Razzien gegen organisierte Schwarzarbeit im Großraum Stuttgart am Freitag.
  • Polizei und Zoll durchsuchen mehrere Gebäude in Städten wie Reichenbach und Plochingen.
  • Schäden in Millionenhöhe durch Schwarzarbeit vermutet.
  • Großeinsatz mit beschlagnahmten Fahrzeugen und Befragungen von Zeugen.
  • Erste Ergebnisse werden am Wochenende veröffentlicht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Anblick hat wohl einige Passanten verschreckt. In Reichenbach an der Fils (Kreis Esslingen) haben sich am Freitagmorgen, 29.11.2024, Spezialkräfte der Polizei um ein Gebäude in der Paulinenstraße positioniert. Auch ein Fahrzeug des Zolls wurde vor Ort gesichtet. Was war da los?

Wie der Stuttgarter Zoll auf Anfrage mitteilt, ist der Polizeieinsatz in Reichenbach nicht der einzige, den es am Freitag gegeben hat. Tatsächlich wurden auf Anweisung der Stuttgarter Staatsanwaltschaft mehrere Gebäude im Großraum Stuttgart, darunter in Reichenbach, Plochingen, Ebersbach sowie Böblingen und Sindelfingen durchsucht. Der Grund: Verdacht auf organisierte Schwarzarbeit.

Mehrere Gebäude werden durchsucht, mehrere Zeugen befragt

Ein Geflecht aus Dienstleistungsfirmen soll demnach Arbeiter beschäftigt haben, ohne diese anzumelden und die Schwarzarbeit durch den Einsatz von Subunternehmen verschleiert haben. Den Sozialkassen seien dadurch laut eines Sprechers des Stuttgarter Zolls Schäden in Millionenhöhe entstanden.

Die Durchsuchungen am Freitag zielen darauf ab, Beweise für diese kriminellen Handlungen sowie Fahrzeuge und andere Objekte zu beschlagnahmen. Zudem sollen mehrere Dutzend Zeugen befragt werden. Wie der Zoll-Sprecher verrät, werden sich diese Ermittlungsarbeiten wohl bis in die Abendstunden ziehen. Erste Ergebnisse möchten die Staatsanwaltschaft, der Zoll und die Polizei im Laufe des Wochenendes mitteilen.