US-Einrichtungen in Deutschland: Stuttgart als Ziel möglicher iranischer Angriffe genannt

Mit 35.000 US-Soldaten gilt Deutschland als wichtigster Stützpunkt der USA in Europa.
Frank May/dpa- Iran droht bei US-Angriffen mit weltweiten Vergeltungsschlägen – auch in Europa.
- Stuttgart wird als mögliches Ziel genannt, ebenso Ramstein und Spangdahlem.
- In Stuttgart sitzen EUCOM und AFRICOM, zudem ist Filderstadt ein wichtiger Umschlagplatz.
- Teheran erweitert laut Armeesprecher die Zieldatenbank und nennt „ohne geografische Beschränkungen“.
- USA flogen zuletzt Angriffe auf iranische Ziele, zugleich laufen indirekte Gespräche.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Der Krieg im Iran ist noch nicht vorbei, auch wenn es derzeit weniger Berichte über Kampfhandlungen gibt. Das Regime in Teheran droht aber für den Fall neuer amerikanischer Angriffe bereits mit Gegenschlägen, die auch Gebiete jenseits der Golfregion treffen könnten. Darüber berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
In dem Bericht wird auch Stuttgart als ein mögliches Ziel genannt. In Stuttgart-Vaihingen befindet sich die Zentrale des US-Europakommandos (United States European Command / EUCOM), in Möhringen sitzt das US-Afrikakommando (United States Africa Command / AFRICOM). Zudem gilt das Army Airfield in Filderstadt als wichtiger Umschlagsplatz. Über mögliche Ziele hatte laut FAZ die regimetreue iranische Zeitung „Hamshari“ spekuliert. Genannt wurden neben anderen in Europa auch die deutschen Stützpunkte Ramstein und Spangdahlem (beide Rheinland-Pfalz).
Iran hat „Zieldatenbank“ erweitert
Der iranische Armeesprecher Mohammad Akraminia sagte am Dienstag, die Streitkräfte hätten im Einklang mit neuen Befehlen ihre Zieldatenbank erweitert. „Sollte ein neues militärisches Abenteuer beginnen, könnten Anlagen, Gerät, Personal und Interessen Amerikas überall auf der Welt zum Ziel von Vergeltung werden.“ Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf sagte vor dem Parlament, der Oberste Führer Modschtaba Khamenei habe eine Militärstrategie „ohne geografische Beschränkungen“ vorgegeben. Sollte Amerika Iran abermals angreifen, werde es „ein neues Schlachtfeld“ vorfinden.

Unter anderem sind US-Streitkräfte in den Patch Barracks in Stuttgart stationiert.
Marijan Murat/dpaDie USA griffen Anfang der Woche iranische Ziele an. Die Luftschläge auf der Insel Qeschm blieben weitgehend unbeantwortet. Dem „Wall Street Journal“ zufolge hatten die USA in den vergangenen Wochen bereits mehrere begrenzte Attacken auf den Iran ausgeführt, ohne sie öffentlich bekanntzugeben. Damit habe Washington vermeiden wollen, den Eindruck einer Wiederaufnahme umfangreicher Kampfhandlungen zu erwecken.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, ein Abkommen mit dem Iran „könnte zustande kommen“. Teheran wolle „so schnell wie möglich“ eine Einigung, schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social. US-Vizepräsident JD Vance sprach ebenfalls von Fortschritten. Auf die Frage, ob er nach den Kongresswahlen am Dienstag erneut Angriffe auf den Iran anordnen werde, antwortete Trump am Montag mit „Nein“.
„Der Ball liegt jetzt bei Amerika, um einen Krieg zu verhindern“
Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestätigte intensive indirekte Gespräche mit Washington und verwies auf die Vermittlung Katars und Pakistans. Irans Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte am Dienstag, sein Land stehe „mit dem Finger am Abzug“ zum Kampf bereit, habe den USA aber eine „starke und vernünftige Antwort“ gegeben. „Der Ball liegt jetzt bei Amerika, um einen Krieg zu verhindern“, sagte er.
Teheran stellte eine Wiederöffnung der Straße von Hormus binnen zwei Tagen in Aussicht, falls Washington seine Forderungen akzeptiere. Dazu zählen ein Ende des Krieges an allen Fronten, die Freigabe iranischer Vermögenswerte, die Aufhebung von Ölsanktionen und ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen.
Mit Material von AFP.
