Urteil erwartet: Hat eine Seniorin ihren krebskranken Ehemann im Schlaf erstochen?

Über der Türklinke ist ein Polizeiband zu sehen. Eine 79-jährige Frau soll ihren 84-jährigen Mann umgebracht haben. (zu dpa: «Krebskranken Ehemann im Schlaf erstochen? Urteil erwartet»)
Jason Tschepljakow/dpa- Urteil im Mordprozess gegen eine 79-Jährige wird am Mittwoch ab 9.30 Uhr erwartet.
- Vorwurf der Staatsanwaltschaft: heimtückischer Angriff auf den 84-jährigen Ehemann im Schlaf.
- Laut Anklage 40 Stichverletzungen mit Küchenmesser; der Mann verblutete nach zwei Halsstichen.
- Motiv laut Anklage: Angst vor Heimunterbringung, Überforderung mit der Pflege nach Schlaganfällen.
- Angehörige fanden beide im Haus in Ellwangen – die Frau schwer verletzt, seit Oktober in U-Haft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Mordprozess gegen eine 79-Jährige, die ihren krebskranken Ehemann getötet haben soll, wird am Mittwoch (ab 9.30 Uhr) vor dem Landgericht Ellwangen das Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft wirft der Seniorin vor, sie habe Anfang Oktober mehrfach auf den 84-Jährigen eingestochen. Laut Anklage erlitt der Mann 40 Stichverletzungen mit einem Küchenmesser.
Demnach soll die Deutsche ihren Ehemann unter anderem an Kopf, Schulter, Armen, Händen und am Oberschenkel getroffen haben. Er sei aufgrund von zwei Stichen in den Hals verblutet. Danach soll die Seniorin versucht haben, sich selbst zu töten.

Eine Seniorin sitzt neben ihrem Verteidiger Timo Fuchs vor dem Landgericht Ellwangen. Der Angeklagten wird Mord vorgeworfen.
Andreas Kempf/dpaDie Rentnerin habe befürchtet, dass sie zusammen mit dem schwer kranken Ehemann in einem Heim untergebracht wird, weil sie mit der Pflege des Seniors überfordert war, so die Staatsanwaltschaft. Der 84-Jährige hatte kurz zuvor zwei Schlaganfälle erlitten. Die Anklage wirft der Frau vor, heimtückisch den Senior im Schlaf angegriffen zu haben. Der Mann habe so keine Möglichkeit gehabt, sich zu wehren.
Angehörige entdeckten die beiden
Angehörige fanden die beiden Senioren im gemeinsamen Einfamilienhaus in Ellwangen. Die Angeklagte wurde schwer verletzt geborgen und im Koma mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Für den 84-jährigen Ehemann kam die Hilfe zu spät. Er war bereits tot.
Die Angeklagte sitzt seit Anfang Oktober in Schwäbisch Gmünd in Untersuchungshaft. Der Frau droht lebenslange Haft.
