Unwetter in Baden-Württemberg
: Wann hören die Gewitter auf?

Aktuell kracht es oft in Baden-Württemberg. Ist ein Ende der gewittrigen Wetterlage in Sicht?
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Gewitter über Brandenburg

Aktuell kommt es immer wieder zu Gewittern (Archivbild).

Patrick Pleul/dpa

In Baden-Württemberg bleibt die Gewittergefahr zunächst bestehen. Besonders im Süden und Südosten können sich am Mittwoch und Donnerstag erneut kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und stürmischen Böen entwickeln. Eine deutliche Beruhigung ist in der Nacht zum Freitag zu erwarten. Lange verschont bleibt Baden-Württemberg voraussichtlich aber nicht.

Heute Gewitter vor allem im Südosten

Am Mittwoch scheint zunächst vielerorts die Sonne, zeitweise ziehen Wolken durch. Am Vormittag bleibt es überwiegend trocken. Nachmittags und abends steigt die Gewittergefahr vor allem in der Südosthälfte des Landes.

Dabei können örtlich rund 20 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit fallen. Auch kleiner Hagel und stürmische Böen um 70 Kilometer pro Stunde sind möglich. Vereinzelt können die Gewitter kräftiger ausfallen und heftigen Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter, Hagelkörner von etwa zwei Zentimetern sowie Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde bringen.

Abseits der Gewitter bleibt es heiß. Die Temperaturen erreichen 28 bis 34 Grad.

In der Nacht noch Schauer und Gewitter

In der Nacht zum Donnerstag sind im Südosten zunächst weitere Schauer und Gewitter möglich. Sie können weiterhin von stürmischen Böen begleitet werden. Im Nordwesten Baden-Württembergs bleibt es dagegen meist klar und trocken.

Im Laufe der Nacht dürfte die Gewitteraktivität allmählich nachlassen. Die Temperaturen sinken auf 19 bis 14 Grad.

Donnerstag lebt die Gewittergefahr wieder auf

Am Donnerstag ist die Wetterlage erneut zweigeteilt. In der Nordhälfte bleibt es überwiegend heiter und trocken. Auf der Schwäbischen Alb und weiter südlich bilden sich im Tagesverlauf dagegen wieder Schauer und Gewitter.

Betroffen sind vor allem die Alb und Oberschwaben. Dort können die Gewitter ähnlich kräftig ausfallen wie am Mittwoch. Neben Starkregen sind Hagel und stürmische Böen möglich.

Die Höchstwerte liegen zwischen 25 und 31 Grad. Damit wird es etwas weniger heiß als am Mittwoch, schwül und gewitteranfällig bleibt die Luft im Süden aber weiterhin.

Beruhigung in der Nacht zum Freitag

In der Nacht zum Freitag ziehen im Süden und Südosten zunächst noch Schauer und Gewitter durch. Im weiteren Verlauf schwächen sie sich ab und klingen voraussichtlich weitgehend ab.

Damit endet die aktuelle Gewitterphase voraussichtlich spätestens am Freitagmorgen. Im Norden bleibt die Nacht ohnehin trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen 14 und 10 Grad.

Freitag und Samstag weitgehend trocken

Am Freitag setzt sich meist freundliches Wetter durch. Neben einigen Wolken zeigt sich häufig die Sonne, verbreitet bleibt es trocken. Lediglich einzelne, lokal begrenzte Entwicklungen lassen sich nicht völlig ausschließen.

Die Temperaturen steigen auf 24 Grad auf der Zollernalb und bis zu 30 Grad im Breisgau. Am Samstag wird es heiter und trocken. Mit 28 Grad in Oberschwaben und bis zu 33 Grad im Raum Karlsruhe kehrt allerdings die große Hitze zurück.

Ab Sonntag wieder kräftige Gewitter möglich

Die ruhigere Wetterphase dürfte nicht lange anhalten. Am Sonntag steigt das Gewitterrisiko erneut. Besonders im Westen, Südwesten und über den Bergen können sich am Nachmittag und Abend einzelne kräftige Gewitter bilden. Lokal sind auch Unwetter nicht ausgeschlossen.

Am Montag bleibt die Atmosphäre ebenfalls gewitteranfällig. Im Süden können erneut einzelne kräftige Gewitter auftreten. Viele Orte könnten zwar trocken bleiben, eine verlässliche Entwarnung gibt es aber nicht.

Kein dauerhaftes Ende in Sicht

Die aktuellen Gewitter hören im Laufe der Nacht zum Freitag voraussichtlich auf. Freitag und Samstag verlaufen überwiegend ruhig und trocken. Schon am Sonntag und Montag können jedoch neue Gewitter folgen.

Auch in der weiteren Woche bleiben über dem Bergland vereinzelt kräftige Gewitter möglich. Ein dauerhaft stabiles Wetter ohne jedes Gewitterrisiko ist deshalb bis Mitte August bislang nicht absehbar.