Unwetter in Baden-Württemberg
: Diese Regionen sind gefährdet

In diesen Regionen Baden-Württembergs warnt der Deutsche Wetterdienst heute vor Unwettern.
Von
Lukas Böhl
Ulm
Jetzt in der App anhören
Wetter in Baden-Württemberg: ARCHIV - 13.07.2025, Baden-Württemberg, Dornstadt: Dunkle Gewitterwolken ziehen bei einem Gewitter am Abend über dem Großraum Ulm auf. Dabei blitzt es in der Ferne. Auch für Montag, den 14.07.2025, werden in Baden-Württemberg und Bayern in Teilen der Region Gewitter und Regenschauer erwartet. (zu dpa: «Starkregen und Sturm: Wo es zum Wochenende gewittrig wird») Foto: Simon Zeiher/onw-images/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In diesen Regionen drohen heute schwere Gewitter.

Simon Zeiher/onw-images/dpa

In Baden-Württemberg steigt am Freitag die Gefahr schwerer Gewitter deutlich an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet im Tagesverlauf landesweit mit kräftigen Gewittern, die örtlich Unwetter bringen können. Besonders drohen heftiger Starkregen, orkanartige Böen und Hagel. Welche Regionen aktuell betroffen sind, zeigt die DWD-Warnkarte.

Unwetter ziehen von Südwesten auf

Die Wetterlage verändert sich am Freitag grundlegend. Eine Kaltfront überquert Süddeutschland von Westen nach Osten und verdrängt die zuvor heiße und feuchte Luft.

Schon in den frühen Morgenstunden ziehen von Südwesten erste starke Gewitter auf. Im weiteren Tagesverlauf breiten sie sich über Baden-Württemberg aus und nehmen an Intensität zu.

Damit kann grundsätzlich das gesamte Land von Gewittern betroffen sein. Die konkreten Warngebiete können sich jedoch kurzfristig ändern, da einzelne Gewitterzellen sehr kleinräumig entstehen und ziehen.

Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen möglich

Der DWD erwartet bei kräftigen Gewittern Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Außerdem sind Sturmböen oder schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 90 km/h sowie Hagel möglich.

Lokal können die Gewitter noch deutlich heftiger ausfallen und Unwetterstärke erreichen. Dann sind bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich.

Auch beim Wind drohen extreme Werte. In besonders starken Gewitterzellen können orkanartige Böen Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h erreichen. Zudem warnt der DWD vor Hagelkörnern mit einem Durchmesser von bis zu drei Zentimetern.

Gefahr nimmt im Laufe des Vormittags zu

Besonders im Laufe des Vormittags soll sich die Gewitterlage verschärfen. Schauer und Gewitter breiten sich weiter aus und können zunehmend heftig ausfallen.

Am Nachmittag sind in der Nordwesthälfte Baden-Württembergs zwar zeitweise Wolkenlücken möglich. Weitere Schauer und Gewitter können jedoch folgen.

Im Südosten kann sich das unbeständige Wetter länger halten. Vor allem in Oberschwaben ist am Abend noch Regen möglich.

Schwarzwald zusätzlich von starkem Wind betroffen

Auch unabhängig von Gewittern bleibt der Wind ein Thema. In den höheren Lagen des Schwarzwalds rechnet der Wetterdienst bis Sonntagfrüh mit starken bis stürmischen Böen zwischen 60 und 70 km/h.

Zeitweise sind dort auch Sturmböen bis etwa 85 km/h möglich. In tieferen Lagen können am Freitag ebenfalls einzelne Windböen mit Geschwindigkeiten bis rund 60 km/h auftreten.

Wetter beruhigt sich in der Nacht

Am Abend nimmt die Gewitteraktivität allmählich ab. In der Nacht zum Samstag sollen auch die letzten Regenfälle im Allgäu nachlassen. Danach kann es vielerorts aufklaren.

Die Temperaturen sinken auf etwa 16 bis 12 Grad. Am Samstag bleibt es deutlich ruhiger: Sonne und Wolken wechseln sich ab, nur vereinzelt sind noch Schauer möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen etwa 20 Grad im Bergland und 26 Grad am Rhein.

Auch am Sonntag bleibt es zunächst überwiegend freundlich. Erst in der Nacht zum Montag zieht von Westen wieder Regen auf.