Unfalldaten
: Wo Wildunfälle in Baden-Württemberg am häufigsten sind

Tausende Wildunfälle im Südwesten: Wo liegen die Schwerpunkte und wie beeinflussen etwa Heckenstrukturen das Unfallrisiko?
Von
dpa
Freiburg
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Eine Ricke und ihr Kitz überqueren am frühen Morgen eine Straße im Odervorland – unmittelbar vor einem herannahenden Auto. Im warmen Licht des Sonnenaufgangs wird sichtbar, wie hoch das Risiko von Wildunfällen in den wald- und wiesenreichen Regionen ist. (zu dpa: «Wo Wildunfälle im Südwesten am häufigsten sind»)

Patrick Pleul/dpa
  • Wildunfälle häufen sich im Südwesten – besonders in wald- und wiesenreichen Regionen.
  • Im Jagdjahr 2024/2025 gab es 24.671 Wildunfälle in Baden-Württemberg.
  • Nach absoluten Zahlen vorn: Main-Tauber-Kreis (1.455), Neckar-Odenwald (1.126), Schwäbisch Hall (1.114).
  • 415 Wildunfallstrecken erfasst, die höchste Zahl liegt im Main-Tauber-Kreis mit 31.
  • Heckenstrukturen können Tiere zur Straße leiten, wodurch lokal hohe Dichten entstehen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Wildunfälle ereignen sich naturgemäß eher in ländlichen Gebieten. Aber auch dort gibt es regionale Unterschiede, wie eine Auswertung der Wildunfalldaten des Wildtierportals zeigt.

Für das Jagdjahr 2024/2025 hat die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg ermittelt, dass sich nach absoluten Zahlen die meisten Wildunfälle im Main-Tauber-Kreis (1.455) ereigneten. Es folgten der Neckar-Odenwald-Kreis (1.126) und der Landkreis Schwäbisch Hall (1.114). Insgesamt gab es den Angaben nach über alle Tierarten hinweg in Baden-Württemberg 24.671 Wildunfälle.

Bei mindestens sechs Wildunfällen pro Kilometer und Jahr, die weniger als 200 Meter voneinander entfernt sind, sprechen die Fachleute von einer Wildunfallstrecke. Die meisten Wildunfälle seien aber Einzelereignisse und nicht Teil einer solchen Wildunfallstrecke.

Hohe Dichte an Unfällen auf besonderen Strecken

Für alle Tierarten gemeinsam gab es den Daten zufolge 415 Wildunfallstrecken. Der Main-Tauber-Kreis ist der Landkreis mit der höchsten Zahl an solchen Strecken (31). Es folgten der Enzkreis mit 25 Wildunfallstrecken und der Alb-Donau-Kreis mit 24.

Die mittlere Wildunfalldichte auf solchen Strecken liege bei 20,51 Unfällen pro Kilometer. Die Spanne reiche von 2,16 bis 130,04 Unfällen je Straßenkilometer.

Dieser Wert soll Vergleiche erleichtern, wie lokal sich Wildunfälle verteilen. Der Wert sei besonders hoch, wenn die Wildunfälle sich alle sehr nahe beieinander ereigneten, erklärt die FVA in der Auswertung. Das passiere zum Beispiel, wenn eine Heckenstruktur zur Straße leitet und Tiere alle dort die Straße überqueren wollen. Eine Strecke mit niedriger Wildunfalldichte könne dennoch genauso viele Wildunfälle haben. Sie ereignen sich nur auf einem längeren Abschnitt - etwa bei Straßen, die an einer Wald-Feld-Grenze entlangführen.