True-Crime Podcast „Akte Südwest“: Tödliches Inferno – Die Brandstiftung in der Stuttgarter Geißstraße

Sieben Menschen kamen 1994 bei einer Brandstiftung in der Geißstraße in Stuttgart ums Leben. Die Katastrophe jährt sich nun zum 30. Mal.
Bernd Weißbrod/dpa- Im März 1994 starben sieben Menschen bei einem Brand in Stuttgart, ausgelöst von einem Pyromanen.
- Ein 23-jähriger Mann gestand 1995 die Tat, zog das Geständnis später zurück, wurde dennoch verurteilt.
- Die Tat war die größte Brandkatastrophe in Stuttgart seit dem Zweiten Weltkrieg.
- Der Fall wird im Podcast „Akte Südwest“ diskutiert, inklusive der Ermittlungen und des Gerichtsprozesses.
- Das 30-jährige Gedenken und die Wiederbelebung des Hauses werden ebenfalls thematisiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Ja, ich bin der Täter.“ Mit diesen Worten räumt ein notorischer Brandstifter aus Esslingen nach seiner Festnahme 1995 ein, auch den verheerenden Brand am 16. März 1994 in der Stuttgarter Geißstraße gelegt zu haben. Das Geständnis zieht er wenig später zurück – verurteilt wird er trotzdem: wegen siebenfachen Mordes mit anschließender Sicherungsverwahrung.
Die Geißstraße 7 steht für die größte Brandkatastrophe in Stuttgart seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Sieben Menschen kamen bei der Brandstiftung vor 30 Jahren ums Leben, darunter zwei Kinder und eine hochschwangere Frau. 16 Bewohnerinnen und Bewohner wurden zum Teil schwer verletzt. In das Gedächtnis der Rettungskräfte und der Überlebenden brannten sich die schrecklichen Bilder aus der Nacht für immer ein.
Hier gibt es die 43. Folge von Akte Südwest
„Es war ein Inferno“, sagt Redakteurin Tanja Wolter, die den Fall als Gerichtsreporterin vor dem Landgericht Stuttgart begleitet hat. Im Gespräch mit Reporter Moritz Clauß erzählt sie in der neuen Folge des Kriminalpodcasts „Akte Südwest“ von dem Ort des Verbrechens, den Ermittlungen und den Schlussfolgerungen der Richter. Was hat den jungen Mann angetrieben, immer wieder loszuziehen und vor allem Wohnhäuser in Brand zu setzen? Wieso war das Gericht davon überzeugt, dass er auch hinter dem Geißstraßen-Brand steckt? Und warum ist dieses Verbrechen anders gelagert als die rassistischen Morde von Solingen oder Mölln 1993, obwohl in der Geißstraße ebenfalls hauptsächlich Ausländer und Flüchtlinge lebten?
Täter ergötzte sich an den Flammen
Zur Tatzeit war der psychisch auffällige Mann gerade mal 23 Jahre alt, hatte aber schon mindestens 17 Brandstiftungen auf seinem Konto. Es ist die kriminelle Karriere eines klassischen Pyromanen, der sich an Flammen ergötzte – dabei allerdings auch den Tod von Menschen in Kauf nahm.
In der Podcast-Folge kommt zudem das Gedenken zum 30. Jahrestag des Anschlags in Stuttgart zur Sprache. Und es geht darum, wie eine Stiftung das wiederaufgebaute Haus zu neuem Leben erweckt hat.
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