True-Crime Podcast „Akte Südwest“: Hinrichtung im Treppenhaus – Der Tod einer Partnervermittlerin

1997 wurde in Leonberg eine Partnervermittlerin von einem Kunden erschossen – darum geht es in der neuesten Folge von „Akte Südwest“.
© Digihelion/adobe.stock.com- 1997 erschoss ein Mann in Leonberg die Inhaberin eines Heiratsinstituts.
- Der Fall wird in der neuesten Podcast-Folge „Akte Südwest“ behandelt.
- Der Täter war psychisch gestört und sehr gefährlich.
- Eine ungewöhnliche gerichtliche Lösung wurde gefunden.
- Der Podcast beleuchtet auch die Grauzone der Partnervermittlerbranche.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Mann auf der verbissenen Suche nach einer Frau und eine Vermittlungsagentur, die ihn dabei betrogen hat: Das sind die beiden Grundpfeiler eines Verbrechens, das sich im April 1997 in Leonberg ereignete. Dort tötete ein damals 35-Jähriger die Inhaberin eines Heiratsinstituts mit neun Schüssen aus einer Pistole. Die Staatsanwaltschaft sprach von einer Hinrichtung, denn die 41-jährige Geschäftsfrau hatte keine Chance, dem Täter zu entkommen. Sie starb im Treppenhaus vor ihrem Büro im Kugelhagel.
Der Fall hatte damals großes Aufsehen erregt, ist aber längst in Vergessenheit geraten. Dabei ist er sowohl juristisch als auch psychologisch hochinteressant. In der neuen Folge des Podcast „Akte Südwest“ spricht Nachrichtenchef Roland Müller mit Redakteurin Tanja Wolter über die Hintergründe des Verbrechens. Sie hat damals über beide Prozesse gegen den Todesschützen vor dem Landgericht Stuttgart berichtet.
Hier gibt es die 41. Folge von Akte Südwest
So viel sei vorweggenommen: Bei dem Täter aus dem Raum Ulm handelte es sich um einen aggressiven, psychisch gestörten und hochgefährlichen Mann, bei dem sich alle Prozessbeteiligten wunderten, dass er nicht schon vorher durch schwere Gewalttaten aufgefallen ist. Zu welchen Wutausbrüchen er fähig ist, demonstrierte er höchstpersönlich selbst – mit einem Tobsuchtsanfall im Gerichtssaal. „Da ist einem erst mal die Spucke weggeblieben“, beschreibt Tanja Wolter diesen Schreckmoment.
Die Podcast-Folge dreht sich aber auch um die Branche der Partnervermittler, die sich oft in einer Grauzone bewegen. Zwischen seriösen Anbietern tummelten sich in den 90er Jahren auch Trickser und Betrüger, die ihre Versprechen nicht erfüllten und dennoch hohe Gebühren für die Vermittlung von Kontakten verlangten. Der Todesschütze war auf der Suche nach einer Partnerin gleich mehrmals über den Tisch gezogen worden.
Auch das Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen Dr. Peter Winckler in dem Fall war ungewöhnlich. Denn er attestierte dem Angeklagten eine kaum behandelbare Persönlichkeitsstörung, die ihn zu einem „Psychopathen“ macht. Für das Gericht stellte sich die schwierige Frage, ob, wie und wann eine Therapie von Nutzen sein kann. Hier kamen die Richter zu einer ungewöhnlichen Lösung, die der Podcast ebefalls aufgreift.
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