Am 28. Mai 2019 wühlen Ermittler und Spurensicherer der Polizei buchstäblich im Müll: Bei Entsorgungsbetrieben im Kreis Heidenheim, im Kreis Esslingen sowie in Containern an der Autobahn 7 suchen sie nach Leichenteilen. Ein 59-jähriger Außendienstmitarbeiter wird seit Wochen vermisst, laut einem Brief hat er sich angeblich von heute auf morgen nach Thailand abgesetzt. Doch als von seinem Konto Geld von jungen Männern abgehoben wird, verdichtet sich der Verdacht auf ein Verbrechen. Die Spur führt die Ermittler zu einer Familie in dem kleinen Ort Sontheim (Kreis Heidenheim) – und in einen mörderischen Abgrund. Denn die Täter gestehen nicht nur den brutalen Mord an dem 59-Jährigen, den sie erstickt und mit der Kettensäge zerstückelt haben. Bereits zwei weitere Männer sind Jahre zuvor im Umfeld der Familie spurlos verschwunden. Auch sie wurden brutal ermordet, ihre Leichen nie gefunden. Es ist ein Blick in eine scheinbar biedere Familie, in der der Vater als Patriarch Todesurteile spricht – und die Söhne als Vollstrecker zur Hand gehen.

Hier gibt es die 28. Folge von Akte Südwest

Über den Fall und den Prozess spricht in der neuesten Folge unseres True-Crime-Podcasts „Akte Südwest“ Moderator Roland Müller mit Laura Strahl, Redakteurin bei der „Heidenheimer Zeitung“, die die Aufklärung der Morde und den Prozess von Anfang an eng begleitet hat. Das Besondere an dem Fall ist für die Reporterin nicht nur, dass drei brutale Morde hinter einer friedlichen Fassade in einem kleinen Ort geschehen konnten: „Dass die Täter über so einen langen Zeitraum nicht aufgeflogen sind mit ihren Taten, das ist schon sehr bizarr, wie in einem schlechten Film“, sagt sie. Denn wie die Ermittlungen aufdeckten, war bereits im Jahr 2008 der damalige Mann der Tochter vom Vater getötet worden, um ihn aus dem Weg zu räumen. 2014 verschwand dann der neue Lebensgefährte der Tochter, die Söhne halfen bei der Tat und der Beseitigung der Leiche. Und so dauerte es bis zum Jahr 2019, bis die Fassade vor dem mörderischen Innenleben in dem Haus in Sontheim fiel. Und hinter allem stand immer auch die Frage: Hat all das etwas mit der sizilianischen Mafia zu tun?

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