Tragödie in Schorndorf
: 20 Monate altes Mädchen starb an Hitzschlag

Nach dem tragischen Tod eines 20 Monate alten Kindes in Schorndorf ist das Obduktionsergebnis da. Es starb an Organversagen nach einem Hitzschlag. Die Mutter hatte das Mädchen im Auto vergessen.
Von
dpa/swp
Schorndorf
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Nach dem Fund von leblosem Kind in Auto

Nach dem tragischen Tod eines Kindes wurden in Schorndorf Blumen und weitere Zeichen der Anteilnahme niedergelegt.

Jason Tschepljakow/dpa
  • Obduktion in Schorndorf: Das 20 Monate alte Mädchen starb an Hitzschlag mit Organversagen.
  • Die Mutter vergaß das Kind wohl stundenlang im Auto – sie glaubte, es im Kindergarten zu haben.
  • Gegen 14:30 Uhr suchte sie ihre Tochter im Kindergarten und fand sie leblos im Wagen.
  • Die 44-Jährige ist auf freiem Fuß und hat sich einen Rechtsbeistand genommen.
  • Ermittler rekonstruieren den Tag und suchen Zeugen – Zeitpunkt und Route sind noch unklar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das tot aufgefundene Kleinkind in Schrondorf ist wegen eines Hitzeschlags im Auto gestorben. Das habe die Obduktion ergeben, sagte ein Polizeisprecher. Das Kind sei an Organversagen infolge des Hitzschlags gestorben.

Die Mutter hatte das 20 Monate alte Mädchen am Mittwoch wohl über Stunden in Schorndorf bei Stuttgart im Wagen vergessen. Nach Angaben der Polizei war die 44-Jährige am Mittwochmorgen zur Arbeit gefahren – im Glauben, ihre Tochter im Kindergarten abgegeben zu haben. Erst als sie am Nachmittag gegen 14:30 Uhr ihre Tochter abholen wollte und das Kind nicht im Kindergarten gewesen sei, entdeckte sie das leblose Mädchen im Auto.

Mutter nimmt sich Rechtsbeistand

Der Fall löste große Anteilnahme aus. Die Ermittler hoffen auch auf eine Aussage der Mutter, die dazu laut Polizei noch nicht vernommen wurde und zu Angaben nicht gezwungen ist. Sie ist auf freiem Fuß und hat einen Rechtsbeistand gewählt. Dadurch gewinnt sie rechtliche Sicherheit, um etwa mit ihrem Anwalt den möglichen Zeitpunkt und die Form der Vernehmung zu klären. „Bislang ist nicht sicher, ob und in welcher Form sich die Mutter äußern wird“, sagte der Polizeisprecher am Tag nach dem Fund des Kindes.

Wichtig sei es vor allem, ein Bild vom Tag des Fundes zu bekommen. „Es ist jetzt elementarer Bestandteil der Ermittlungen, den Tag zu rekonstruieren“, sagte der Polizeisprecher. Unklar sei bislang etwa, wann das Kind ins Auto gesetzt wurde, welche Route genommen und wann der Wagen verlassen wurde. Zudem suchten die Ermittler Zeugen, die das Auto oder die Mutter gesehen haben könnten.