Tödliche Attacke am hellichten Tag mitten in der beschaulichen Kleinstadt Markdorf nahe des Bodensees: In einem Geschäft in der Hauptstraße in Markdorf bei Meersburg feuerte am Samstag, 21. Januar, ein Mann mit einer Schusswaffe auf eine Angestellte. Die 44-Jährige verstarb nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen noch am Tatort an den schweren Schussverletzungen. Laut Südkurier war die Frau Mutter eines Kindes gewesen. Das sei bei einem Trauergottesdienst am Sonntag bekannt geworden.
Ihr getrennt von ihr lebender Ehemann wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen. Der 47-jährige Albaner habe die drei Jahre jüngere Frau mittags gegen 13 Uhr betrunken in dem Gemischtwarenladen „Megamix“ aufgesucht und dort auf sie geschossen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Tötungsdelikt in Markdorf: Ehemann festgenommen

Nach der Tat sei der Mann in ein Taxi gestiegen und geflohen. Die Polizei habe ihn aber wenig später vorläufig festnehmen können. Am Sonntag, 22.01.2023, teilten die Staatsanwaltschaft Konstanz und das Polizeipräsidium Ravensburg mit, dass der 47-Jährige bereits am Sonntagmittag dem Haftrichter vorgeführt worden sei. Dieser habe einen Haftbefehl veranlasst. Der mutmaßliche Täter befinde sich nun in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.

Weitere Kunden während Schüssen im Geschäft: Polizei sucht Zeugen

Weitere Menschen seien bei dem tödlichen Angriff nicht verletzt worden, hieß es. Allerdings schließt die Polizei nicht aus, dass sich während der Attacke Kunden in dem Laden befanden, welche die Bluttat miterleben mussten, den Tatort aber vor Eintreffen der Polizei bereits verlassen hatten. Deswegen bitten die Ermittler der Kripo diese „wichtigen Zeugen, sich dringend, sich unter Tel. 07541/701-0 bei der Kriminalpolizei zu melden“.

Motiv für Schüsse in Markdorf immer noch unklar

Unklar ist weiterhin das Motiv für die Bluttat. Zur Aufklärung des genauen Ablaufs und der Hintergründe der Tat hat die Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen die Ermittlungsgruppe "Mix" eingerichtet. Die Spurensicherung am Tatort sei abgeschlossen.