Tod von Hubert Aiwanger: Reaktionen aus Baden-Württemberg – „Für seine Heimat und Überzeugung eingestanden“

Hubert Aiwanger war stellvertretender bayrischer Ministerpräsident – und durchaus streitbar.
Sven Hoppe/dpa- Unerwarteter Tod von Hubert Aiwanger: Der bayrische Wirtschaftsminister wurde 55 Jahre alt.
- Er wurde am Mittwochabend leblos in einem Berliner Hotel gefunden, die Ursache wird ermittelt.
- Politiker über Parteigrenzen reagierten bestürzt und sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus.
- Cem Özdemir nannte ihn einen streitbaren Politiker, Manuel Hagel sprach von „viel zu früh“.
- Aiwanger hinterlässt seine Lebensgefährtin Tanja Schweiger und zwei gemeinsame Kinder.
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Der überraschende Tod von Hubert Aiwanger hat auch in der Landespolitik für Entsetzen gesorgt. Der bayrische Wirtschaftsminister war am Mittwochabend tot in einem Berliner Hotel gefunden worden. Als einer der ersten hatte sich Ministerpräsident Cem Özdemir zu Wort gemeldet. Der Grünen-Politiker würdigte Aiwanger als einen „streitbaren Politiker mit Ecken und Kanten, der für seine Überzeugungen kämpfte“. Auch aus der bayrischen Politik und von Gewerkschaften kamen erschütterte Reaktionen.
Innenminister Manuel Hagel (CDU) äußerte sich auf X bestürzt. Aiwanger sei „viel zu früh aus dem Leben gerissen“ worden. Der Chef der Freien Wähler in Bayern sei ein Mann gewesen, „der immer für seine bayerisch Heimat und seine Überzeugungen eingestand ist“.
Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) bezeichnete den Tod Aiwangers auf X als „schockierende Nachricht“. Er sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus.
Der baden-württembergische AfD-Politiker Malte Kaufmann (Wahlkreis Heidelberg) bezeichnete Aiwanger als „streitbares Ross“, der inhaltlich seiner Partei nahe stand. „Ich wünsche, wir hätten einfach mehr Zeit zu gemeinsamen Gesprächen gehabt. Der plötzliche Tod ist ein großer Schock. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen. Das Leben ist kurz. Lasst uns an an die wesentlichen Dinge erinnern“, schrieb Kaufmann.
Felix Schreiner von der CDU, der der Landesgruppe Baden-Württemberg im Bundestag vorsitzt, schrieb: Aiwanger sei „über Parteigrenzen hinweg geschätzt“ worden. Auch er drückte den Angehörigen sein Beileid aus.
Der stellvertretende bayrische Ministerpräsiden und Wirtschaftsminister war am Mittwoch im Alter von 55 Jahren in Berlin, wo er als Bundesvorsitzender mehrere Termine für die Freien Wähler wahrnehmen wollte, gestorben. Laut Berichten hatte sich Aiwanger am Mittwoch wegen Unwohlsein abgemeldet und war in seinem Berliner Hotel geblieben, wo er schließlich leblos aufgefunden wurde. Zur Todesursache wird noch ermittelt. Aiwanger hinterlässt seine Lebensgefährtin, die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger (Freie Wähler), und zwei gemeinsame Kinder.
