Tipps von Unternehmerlegende: Was Reinhold Würth jungen Menschen im Unternehmertum rät

Reinhold Würth, Gründer des Würth Konzerns, aufgenommen bei einem dpa Interview in seinem Büro in der Konzernzentrale.
Bernd Weißbrod/dpa- Reinhold Würth rät Gründern zur Total-Commitment-Frage: bereit für Tag und Nacht?
- Vor dem Start empfiehlt er gründliche Information – blind loslaufen sei falsch.
- Finanzierung: staatliche Förderprogramme nutzen, am Anfang konsequent sparen.
- Persönliches Beispiel: Er nahm Vesperbrote mit, um Mittagskosten auf Reisen zu sparen.
- Würth baute den väterlichen Kleinbetrieb nach 1949 zum Milliardenkonzern aus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Unternehmer Reinhold Würth rät jungen Menschen, die heute Unternehmer werden möchten, sich zunächst eine Frage zu stellen. „Ob der- oder diejenige bereit ist, sich mit Haut und Haaren für das Projekt zu engagieren und für nichts anderes da zu sein als für dieses Unternehmen, Tag und Nacht“, sagte der 91-Jährige dem Portal „The Pioneer“.
Er würde auch nicht blindlings loslaufen, sondern sich zunächst so weitgehend wie möglich informieren. Für die Finanzierung gebe es staatliche Förderprogramme, aber gerade am Anfang müsse man natürlich sparen. „Wenn jemand weiß, was sparen heißt, dann bin ich es“, sagte Würth. Er habe sich zum Beispiel früher Vesperbrote für drei Reisetage mitgenommen, um kein Geld für Mittagsessen ausgeben zu müssen.
Reinhold Würth begann 1949 eine Lehre in der Schraubengroßhandlung seines Vaters. Nach dessen Tod fünf Jahre später übernahm der damals 19-Jährige den kleinen Betrieb. Unter seiner Führung expandierte das Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten im großen Stil. Das für seine Produkte im Montage- und Befestigungsbereich bekannte Unternehmen aus Künzelsau in Baden-Württemberg, wozu etwa Schrauben oder Dübel zählen, machte Würth zum Milliardär und zu einem der reichsten Deutschen. Würth ist Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats des Familienunternehmens.
