Doppelte Tierattacke
: Hündin eines Schäfers tötet Rüden und attackiert mehrere Menschen

Nichtsahnend geht eine Frau am Abend mit ihrem Hund spazieren. Plötzlich werden sie von einem anderen Hund angegriffen. Dieser attackiert kurz darauf wieder Passanten.
Von
dpa
Ertingen
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Eine der sieben Herdenschutzhunde von Kerstin Czerwinski: Der Südrussische Owtscharka Buliwyf, Spitzname "Bullli"

Südrussischer Owtscharka

Der Südrussische Owtscharka Buliwyf, Spitzname "Bullli" wird auch als Schafherden-Schutzhund eingesetzt. Im Kreis Biberach hat eine Owtscharka-Hündin nun Passanten attackiert und einen anderen Hund getötet.

Manuel Wozniak
  • In Ertingen tötet eine Herdenschutzhündin einen Rüden und verletzt zwei Frauen.
  • Die Hündin entwich aus einem Gehege und griff grundlos an.
  • Der Hundehalter, ein nebenberuflicher Schäfer, war nicht zu Hause.
  • Ermittlungen gegen den Halter wegen fahrlässiger Körperverletzung laufen.
  • Die Besitzerin des toten Hundes kann zusätzlich zivilrechtlich klagen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine Herdenschutz-Hündin hat in Ertingen (Kreis Biberach) einen Rüden getötet und zwei Spaziergängerinnen verletzt. Der Vorfall ereignete sich laut Polizei bereits am Freitagabend. Die Hündin war laut Polizei aus ihrem Gehege eines benachbarten Grundstücks entwichen und hatte zunächst eine Spaziergängerin und ihren Hund grundlos angegriffen. Der Pumi-Rüde der Spaziergängerin wurde von der Owtscharka-Hündin getötet. Die Frau wurde leicht verletzt und erlitt einen Schock.

Erneute Hunde-Attackekurz später

Danach begab sich die aggressive Hündin zurück in ihr Gehege. Wenige Minuten nach dem Ereignis wurde eine weitere Gruppe Spaziergänger auf gleiche Art und Weise von der Hündin angegriffen. Hierbei biss die Hündin eine 35 Jahre alte Frau in den Oberschenkel. Die Wunde musste in einer Klinik medizinisch versorgt werden. 

Der Halter der bissigen Owtscharka-Hündin, ein nebenberuflicher Schäfer, welcher diese als Nutzhund hält, war zum Zeitpunkt der beiden Angriffe nicht zu Hause. Gegen den Hundehalter wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die Halterin des getöteten Pumi-Rüden kann zusätzlich eine Zivilklage einleiten, wie die Polizei weiter mitteilte.