Tarifkonflikt
: Erneut Warnstreiks bei privaten Omnibusunternehmen

Verdi ruft zum zweiten Mal zu Arbeitsniederlegungen im Busverkehr auf. Die Auswirkungen dürften je nach Stadt und Region unterschiedlich ausfallen.
Von
dpa
Stuttgart
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Ein Nahverkehrsbus steht an einer Bushaltestelle: ARCHIV - Ein Bus hält, nun ist äußerste Vorsicht angesagt - speziell, wenn Kinder ausgestiegen sind. (zu dpa: «Autounfall an der Bushaltestelle: Wer haftet?») Foto: Peter Kneffel/dpa/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

In vielen Städten muss auch heute wieder mit Streik im Nahverkehr gerechnet werden (Symbolbild).

Peter Kneffel/dpa-mag/dpa
  • Erneut Warnstreiks bei privaten Busunternehmen in Baden-Württemberg.
  • Verdi ruft in 30 Betrieben zu Streiks auf, um Druck in Tarifverhandlungen zu erhöhen.
  • Betroffene Städte: Neckarsulm, Heilbronn, Göppingen, Geislingen, Schwetzingen.
  • Forderungen: 9% mehr Lohn, 100 Euro mehr für Azubis.
  • Arbeitgeberverband kritisiert Streiks wegen Auswirkungen auf Fahrgäste, v.a. Schüler.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Teilen von Baden-Württemberg müssen Fahrgäste auch am Freitag mit Einschränkungen im Busverkehr rechnen. Die Gewerkschaft Verdi will ihre Warnstreiks im privaten Omnibusgewerbe fortsetzen, wie ein Sprecher mitteilte. 

Arbeitsniederlegungen sind in Neckarsulm, Raum Heilbronn, Göppingen und Geislingen sowie Schwetzingen geplant. Bereits am Donnerstag gab es Warnstreiks. Damit will die Gewerkschaft in den laufenden Tarifverhandlungen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Die Auswirkungen der Warnstreiks dürften je nach Stadt und Region unterschiedlich ausfallen - abhängig davon, wie stark die jeweiligen Unternehmen im Linienverkehr vertreten sind. Insgesamt sind Beschäftigte in rund 30 Betrieben zur Teilnahme an den Protesten aufgerufen. 

Der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen kritisiert, die Gewerkschaft nehme in Kauf, dass Fahrgästen und vor allem im Schülerverkehr ohne Not erhebliche Einschränkungen drohten.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem beim Entgelt ein Plus von neun Prozent und für Azubis 100 Euro mehr im Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der WBO wies die Gewerkschaftsforderung als überzogen zurück.