Studie des Freiburger Öko-Instituts
: Kosten für Heizen mit Gas könnten sich mit neuem Heizungsgesetz verdoppeln

Das geplante neue Heizungsgesetz der Bundesregierung könnte einer Studie zufolge die Heizkosten für viele Verbraucherinnen und Verbraucher mit Gasheizung mehr als verdoppeln.
Von
afp
Freiburg
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Heiz- und Betriebskosten in Berlin

Das Institut begründet den Zuwachs unter anderem mit steigenden Netzentgelten und CO2-Preisen. (Symbolbild)

Marcus Brandt/dpa
  • Studie: Heizkosten für Gas könnten sich mit neuem Gesetz mehr als verdoppeln.
  • Öko-Institut: Anstieg auf rund 15 ct/kWh im Jahr 2029, über 25 ct/kWh 2040.
  • Gründe: höhere Netzentgelte, CO2-Preise, wachsende Biomethananteile.
  • Koalition lockert 65%-EE-Vorgabe; Grüngasquote als Ausgleich geplant.
  • Mieter tragen steigende Kosten; Lenkungswirkung ohne Schutz „schwach“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Kosten für den Betrieb einer Gasheizung drohten von „heute 11 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) auf rund 15 ct/kWh im Jahr 2029“ anzusteigen, erklärte das Freiburger Öko-Institut am Donnerstag. Im Jahr 2040 könnten sie den Berechnungen des Instituts zufolge sogar auf mehr als 25 ct/kWh ansteigen. Das Institut begründet den Zuwachs mit steigenden Netzentgelten und CO2-Preisen sowie höheren Kosten für einen wachsenden Biomethananteil.

Die Fraktionen der Regierungskoalition hatten sich im Februar auf eine deutliche Lockerung der Vorgaben für Hausbesitzer beim Heizungstausch verständigt. Die Einigung sieht insbesondere vor, dass die bisherige Vorgabe eines Anteils von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung entfällt. Als Ausgleich für den Klimaschutz ist eine sogenannte Grüngasquote vorgesehen: Öl- und Gasheizungen müssen zu steigenden Anteilen mit Brennstoffen wie Biomethan und synthetischem Treibstoff betrieben werden.

Der Weiterbetrieb und Neueinbau von Öl- und Gasheizungen ist damit langfristig möglich und aus Kostengründen insbesondere für Vermieter wohl auch interessant. Zugleich steigen die Kosten für die Brennstoffe wegen der CO2-Bepreisung, der Netzgebühren und nun zusätzlich den Öko-Beimischquoten. Diese Kosten trägt in Mietshäusern jedoch der Mieter.

Ohne wirksamen Mieterschutz bleibe die Lenkungswirkung des Heizungsgesetzes „deshalb schwach“, erklärte das Öko-Institut. „Neue Gasheizungen könnten weiter eingebaut werden, während das Kostenrisiko vor allem bei den Mietenden liegt.“