Streiks an Unikliniken: Patienten müssen mit Wartezeiten rechnen – auch in Ulm

Ärztinnen und Ärzte protestieren mit einer Kundgebung auf dem Gelände der Freiburger Uniklinik für bessere Arbeitsbedingungen. Auch am Montag sind wieder Streiks geplant – unter anderem auch in Ulm.
Philipp von Ditfurth/dpaWegen eines Ärzte-Warnstreiks müssen Patienten im Südwesten am Montag (11.3.24) mit längeren Wartezeiten und Verschiebungen nicht dringender Operationen rechnen. Nach Worten eines Sprechers der Ärztegewerkschaft Marburger Bund werden mehrere Hundert Ärztinnen und Ärzte erwartet, die einen Demonstrationszug durch die Stuttgarter Innenstadt planen. Die Streikbereitschaft sei hoch. Am Ende soll es auf dem Schlossplatz eine Kundgebung vor dem Finanzministerium geben, Start ist um 12.30 Uhr geplant.
Streik an Unikliniken: Diese Städte sind beteiligt
Die Gewerkschaft hat die Mediziner aus folgenden Kliniken zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen:
- Ulm
- Tübingen
- Heidelberg
Freiburg
Grund dafür seien vier ergebnislose Verhandlungsrunden mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), hatte der Marburger Bund mitgeteilt. In Ulm waren bereits im Januar rund 500 Mediziner auf die Straße gegangen, um Ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Die Ärztegewerkschaft fordert 12,5 Prozent mehr Gehalt, bezogen auf ein Jahr, sowie höhere Zuschläge für Regelarbeit in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen. Auch soll die Schichtarbeit neu geregelt werden. Die Notfallversorgung sei am Montag gesichert, teilte die Gewerkschaft mit. Patientinnen und Patienten dürften den Streik aber dennoch zu spüren bekommen.