Stau in BW: Rund um Weihnachten herrscht Staugefahr – diese Strecken sind betroffen

Der Großraum Stuttgart gilt rund um die Weihnachtszeit als besonders staugefährdet. Dasselbe gilt für mehrere Autobahn-Abschnitte in Baden-Württemberg.
Marijan Murat/dpa- Hohe Staugefahr in BW rund um Weihnachten, besonders am 20. Dezember.
- ADAC warnt vor starkem Verkehr am 20., 21. und 23. Dezember.
- Besser Park-and-Ride nutzen, um stressfrei in Städte zu gelangen.
- Vermeiden Sie Autobahnabfahrten bei Stau, oft keine Zeitersparnis.
- Betroffene Strecken: A5, A6, A7, A8, A81, A98, besonders bei Baustellen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Heiligabend fällt in diesem Jahr auf einen Dienstag. Nicht wenige dürften deshalb die Möglichkeit für ein langes Wochenende nutzen – und schon am Freitag, dem 20. Dezember, verreisen. Genau davor warnt der ADAC Württemberg am Montag in einer Mitteilung. „Wer kann, sollte am kommenden Freitag nicht auf den baden-württembergischen Autobahnen unterwegs sein“, heißt es darin. Der Automobil-Club rechne an dem Tag „mit der stärksten Verkehrsbelastung in der Weihnachtszeit“.
Der Grund für diese Prognose ist einfach: Am kommenden Freitag treffen der übliche Pendlerverkehr und der Reiseverkehr aufeinander. In allen Bundesländern haben dann außerdem die Weihnachtsferien begonnen, sodass auch viele Familien ab Freitag verreisen können. Holger Bach, Abteilungsleiter Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg, rät in der Mitteilung zudem, auch den Samstag vor Weihnachten als Reisetag zu meiden. Im Jahr 2023 war Freitag, 22. Dezember, der staureichste Tag in der Weihnachtszeit. Der ADAC verzeichnete für diesen Tag insgesamt 199 Kilometer Stau in Baden-Württemberg, die gesamte Wartezeit „im stockenden oder stehenden Verkehr“ habe 101 Stunden betragen.
Dem Automobil-Club zufolge wird es auch am kommenden Montag auf einigen Straßen voller werden, „gerade rund um die Ballungszentren wie Stuttgart“. Dazu kommt, dass am 23. Dezember viele Menschen in die Innenstädte strömen dürften, um noch kurzfristig Geschenke für Heiligabend zu kaufen. Das Parkplatzangebot in Stuttgart, Karlsruhe, Ulm und anderen Städten dürfte dadurch knapp sein. ADAC-Abteilungsleiter Holger Bach empfiehlt: „Stressfreier ist es, Park-and-Ride-Angebote am Stadtrand zu nutzen und mit dem ÖPNV in die City zu fahren.“
So viel ist rund um Weihnachten und Silvester auf den Autobahnen los
In der Weihnachtszeit besuchen viele Menschen ihre Familien oder Freundinnen und Freunde. Auf manchen Straßen wird es deshalb sehr voll. An einigen Tagen rechnet der ADAC in Baden-Württemberg deshalb im Jahr 2024 mit sehr vielen Staus, an anderen ist die Lage deutlich entspannter. Ein Überblick:
- Freitag, 20. Dezember: Der Tag wird laut ADAC der staureichste Tag in der Weihnachtszeit.
- Samstag, 21. Dezember: Auch an diesem Tag werden die Straßen sehr voll sein.
- Montag, 23. Dezember: Der ADAC rechnet für diesen Tag mit „punktuell“ volleren Straßen.
- Weihnachtstage: An Weihnachten ist dem Automobil-Club zufolge eher wenig auf den deutschen Autobahnen los.
- Donnerstag, 26. Dezember: Tagsüber ist es auf den Straßen voraussichtlich entspannt, abends kann der Reiseverkehr aber schon wieder zunehmen.
- Freitag, 27. Dezember: An diesem Tag nimmt der Reiseverkehr grundsätzlich wieder zu. Die Staugefahr ist trotzdem geringer als vor Weihnachten.
- Silvester: Rund um den Jahreswechsel rechnet der ADAC nur mit wenigen Staus auf den Autobahnen im Südwesten.
- 1. Januar: Es gibt wieder mehr Reiseverkehr, der Automobil-Club rechnet für diesen Tag aber nicht mit vielen Staus.
Auf diesen Autobahnen wird es rund um Weihnachten besonders voll
In seiner Mitteilung listet der ADAC Württemberg mehrere potenzielle Staustrecken für die Weihnachtszeit. Mitunter gibt es auf diesen Strecken auch Baustellen, die die Staugefahr in beiden Fahrtrichtungen erhöhen. Die Staugefahr kann aber auch außerhalb der Baustellen-Bereiche erhöht sein. Das sind die betroffenen Strecken und Baustellen-Bereiche:
- A5: Heidelberg – Karlsruhe
- A6: Heilbronn – Nürnberg (außerdem Bauarbeiten zwischen Wiesloch/Rauenberg und Kreuz Walldorf)
- A7: Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
- A8: Karlsruhe – Stuttgart – München (außerdem Bauarbeiten zwischen Pforzheim-Süd und Pforzheim Nord)
- A81: Stuttgart – Singen (außerdem Bauarbeiten zwischen Böblingen/Sindelfingen und Sindelfingen-Ost sowie zwischen Geisingen und Engen)
- A98: Weil am Rhein – Schaffhausen (Bauarbeiten zwischen Dreieck Hochrhein und Rheinfelden-Karsau)
- Großraum Stuttgart
Bei Stau von der Autobahn abfahren ist oft nicht klug
Wenn man in einem Stau landet oder das Navi einen Stau ankündigt, ist die Versuchung oft groß, direkt von der Autobahn abzufahren. Das ist aber nicht automatisch die klügste Lösung, denn: Oft dauert das Umfahren eines Staus länger als wenn man einfach auf der Autobahn weiterfährt. Der Auto Club Europa (ACE) erklärte schon vor einigen Jahren, dass viele Navigationsgeräte „auf die gleichen Informationen“ zurückgreifen und die Autofahrerinnen und Autofahrer auf dieselbe Umgehungsroute schicken. Mitunter kommt es dadurch auch auf diesen Strecken zu Staus, weil so viele Fahrzeuge die Autobahn verlassen.
Dem ACE zufolge lohnt sich das Abfahren von der Autobahn „oftmals nur bei Vollsperrungen oder Staus über zehn Kilometer Länge“. Untersuchungen hätten gezeigt, „dass derjenige, der stoisch auf der Autobahn bleibt, meist genauso schnell ankommt, wie derjenige, der sich an alle Umfahrungstipps des Navis hält“. Navigations-Apps wie Google Maps geben häufig zudem selbst an, dass eine Umfahrung des Staus sich zeitlich nicht lohnt und der Fahrer lieber auf der Autobahn bleiben sollte.

