Spargelzeit in BW
: Frisch, gelagert oder eingefroren – Wie lange geht die Spargelsaison?

Spargel ist in Baden-Württemberg ein echtes Saison-Highlight. Mit diesen Tipps holt man das Beste aus dem beliebten Gemüse heraus:
Von
Jana Durner
Bruchsal/ Schwetzingen
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Weißer und grüner Spargel liegen in einem Korb

Was ist der bessere Spargel? Weiß oder Grün?

Christin Klose/dpa-tmn/dpa
  • Spargelzeit in Baden-Württemberg dauert mehrere Wochen und endet klassisch am 24. Juni.
  • Lagerung: ungeschält im feuchten Tuch bis vier Tage, geschält luftdicht bis übernächsten Tag.
  • Einfrieren ist möglich, roh oder blanchiert; sechs bis acht Monate haltbar laut „Eismann“.
  • „Spargel-Effekt“: Asparaginsäure führt zu Geruch im Urin, Einfluss genetisch unterschiedlich.
  • Anbau-Schwerpunkte: nordbadische Hardtregion mit Bruchsal, Rhein-Neckar-Kreis und Landkreis Rastatt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kaum ist der Spargel in den Supermärkten, an Verkaufsständen oder in den Küchen in Baden-Württemberg angekommen, heißt es vielerorts schon: „Bald ist die Spargelzeit ja wieder vorbei.“ Doch ganz so schnell geht es nicht.

Tatsächlich dauert die Saison jedes Jahr mehrere Wochen. Wie der SWR berichtet, endet die Spargelzeit klassisch am 24. Juni. Der Grund dafür ist simpel: Die Pflanze benötigt eine Ruhephase. Die Saison des Spargels ist also begrenzt – aber nicht so kurz, wie viele denken.

So hält Spargel länger

Um ihn jedoch genießen zu können, ist eine richtige Lagerung wichtig. Ungeschälter Spargel bleibt etwa vier Tage frisch, wenn er nach dem Kauf in ein feuchtes Geschirrtuch gewickelt und im Kühlschrank gelagert wird. Geschälter Spargel sollte hingegen luftdicht (in Folie) verpackt im Kühlschrank aufbewahrt und spätestens am übernächsten Tag verzehrt werden. Generell sollte er nicht neben stark riechenden Lebensmitteln aufbewahrt werden, da er deren Geruch annimmt und an Geschmack verliert.

Wer auch über die Saison hinaus Spargel genießen möchte, kann ihn problemlos einfrieren. Laut dem Lebensmittellieferdienst „Eismann“ kann der Spargel roh oder blanchiert eingefroren werden. Beim rohen Einfrieren wird er gewaschen, geschält und anschließend gut verpackt ins Gefrierfach gelegt. Er ist etwa sechs bis acht Monate haltbar. Wichtig sei dabei, dass man frische, dickere Spargelstangen und nicht nur aromatische Spitzen verwendet.

Der „Spargel-Effekt“

Neben Tipps gibt es rund um das Frühlingsgemüse aber auch ein Phänomen, das viele jedes Jahr aufs Neue beschäftigt. Denn wer schon einmal Spargel gegessen hat, kennt den typischen Geruch im Urin danach. Wie die AOK erklärt, enthalten die Stangen Asparaginsäure, die das Wachstum der Pflanze unter der Erde sichert und damit ihr Überleben. Im menschlichen Körper wird die Säure teilweise in schwefelhaltige Verbindungen zerlegt, die über den Urin ausgeschieden werden. Genau diese Abbauprodukte sind für den typischen Geruch verantwortlich, der bereits wenige Minuten nach dem Spargelverzehr auftreten kann.

Sowohl die Bildung dieser Abbauprodukte als auch die Fähigkeit, sie im Urin zu riechen, sind in der Bevölkerung genetisch unterschiedlich ausgeprägt. Die einen können diesen speziellen Geruch nicht riechen und bei den anderen, findet bei der Verdauung der spezielle Zersetzungsprozess nicht statt. Denn für diesen Schritt ist ein spezielles Enzym nötig. Wenn dieses fehlt, wird die Säure nicht zersetzt, riecht also nicht komisch.

Eine Lösung gibt es nicht. Auch wenn viele Medien berichten, dass das Bundeszentrum für Ernährung auf eine norwegische Studie verweist, die herausgefunden habe, dass Erdbeeren den Geruch abmildern können. Allerdings teilte das Bundeszentrum vor zwei Jahren mit, dass es sich hier um einen veralteten Aprilscherz handelt und es keine Lösung gegen „Spargel-Pippi“ gibt. Auch die AOK erklärt, der Geruch lasse sich weder vermeiden noch neutralisieren. Wer den Duft also nicht ertragen kann, muss wohl auf Spargel verzichten.

Viel Spargelanbau in BW

So speziell der Effekt auch ist – die Beliebtheit des Gemüses bleibt ungebrochen, das zeigt sich auch beim Blick auf den Anbau in Baden-Württemberg, der sich auf mehrere Regionen verteilt. Besonders wichtig ist dabei die nordbadische Hardtregion (ein Gebiet zwischen Karlsruhe und Mannheim), die als eines der größten zusammenhängenden Spargelanbaugebiete gilt und in Bruchsal den größten Spargelmarkt Europas beherbergt. Weitere Schwerpunkte liegen im Rhein-Neckar-Kreis, sowie im Landkreis Rastatt. Ergänzt wird der Anbau durch kleinere Gebiete in den Obstbauregionen am Bodensee und im Schussental in Oberschwaben.

Grün vs. Weiß: Was sind Unterschiede?

Aber wichtig ist: Spargel ist nicht gleich Spargel. Während weißer Spargel unter der Erde wächst und gestochen wird, sobald sein „Kopf“ das Licht erblickt, wächst Grünspargel bereits in der Sonne. Er ist gesünder als Bleichspargel, weil er mehr Inhaltsstoffe und wertvolle Vitamine enthält. Außerdem ist der Geschmack anders. Weißer Spargel schmeckt mild und fein, Grünspargel ist bissfester, würziger und herzhafter.

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