Sonne in Ulm und Neu-Ulm: Acht Orte, um die Frühlingstage zu genießen

Endlich wieder Sonne in der Stadt.
Matthias Kessler- Frühling in Ulm und Neu-Ulm: Acht traumhafte Orte, um die Sonne zu genießen.
- Eduard Mörikes Gedicht „Er ist's“ beschreibt die Frühlingsvorboten.
- Tipps: Alter Friedhof, Stadtmauer, Donauwiesen, Friedrichsau, Botanischer Garten, Glacis-Park, Eselsberg, Wilhelmsburg.
- Veranstaltungsinfos und Sonnenuntergänge inklusive.
- Leser können Fotos an online-redaktion@swp.de senden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der März hat den Ulmerinnen und Ulmern gehörig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Es war überwiegend nass und kalt, ab und zu hat es sogar geschneit. Also wurden die Winterjacken wieder aus dem Schrank gekramt und viele Tage auf dem Sofa statt im Garten verbracht.
Zu Ostern können die Handschuhe und Wintermäntel wieder im Schrank verschwinden. Denn die warmen Sonnenstrahlen haben ihren Weg zurück nach Ulm gefunden. Dazu vielleicht ein Eis oder auch einen Aperol Spritz? Na aber gerne doch! Nur wo die warmen Frühlingstage genießen? Wir haben acht Orte herausgesucht, die man im Ulmer Frühling – und natürlich auch im Sommer – nicht missen sollte:
1. Alter Friedhof

Frühling im Alten Friedhof in Ulm. Im Hintergrund ist die Georgskirche zu sehen. (Archivbild)
M. MuessigEs ist das Bindeglied zwischen Stadtmitte und Oststadt: der Alte Friedhof. Zwischen alten Bäumen winden sich schmale Wege durch eine vier Hektar große Schatzkiste vergangener Zeit. Zahlreiche Steine markieren die Grabmale namhafter Ulmerinnen und Ulmer, die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert lebten. Trotz zentraler Lage ist der Alte Friedhof ein Ort der Ruhe, an dem sich kurz nach den ersten Frühlingstagen die Schneeglöckchen in Scharen zeigen.
2. Die Stadtmauer

Frühling auf der Ulmer Stadtmauer. (Archivbild)
Volkmar KönnekeSie ist der „place to be“ für Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Generell für all diejenigen, die am längsten Sonne erhaschen wollen. Ob nun sitzend oder spazierend, es gibt auf der Stadtmauer viel zu entdecken. Da wären zum Beispiel kleine, hübsche Gärten auf der einen Seite. Die sind im Frühling besonders schön, kann man doch den Blüten quasi beim Wachsen zusehen. Oder die sich tummelnden Menschen auf der anderen Seite der Mauer, vielleicht lassen sich hier und da ein paar Frühlingsgefühle beobachten? Und falls die erwählte Flussseite doch im Schatten liegen sollte – einfach kurz über die Brücke ins andere Bundesland wechseln, möglicherweise scheint ja dort noch die Sonne.
3. Donauwiesen

Blühende Bäume im Frühling an der Donauwiese. (Archivbild)
Volkmar KönnekeVor der Stadtmauer schlängelt sich ein satter Streifen Grün an der Donau entlang: die Donauwiesen. Sobald die Sonnenstrahlen im Frühling wärmer werden, beginnen sich diese Wiesen mit in der Sonne tummelnden Menschen zu füllen. Natürlich immer mit dabei – der erste Sonnenbrand auf der Nase. Von Fußgängern, Joggern und Flanierern bis hin zu Radfahrern und Inlineskatern: An diesem Ort bilden die Ulmerinnen und Ulmer ein interaktives Wimmelbild.
4. Friedrichsau

Im Frühling ist in der Friedrichsau ein gelbes Meer Narzissen zu sehen. (Archivbild)
Mathias KesslerSchon seit über zwei Jahrhunderten verbringen die Ulmerinnen und Ulmer die wärmere Hälfte des Jahres zum großen Teil in der Friedrichsau. Heute stehen dort rund 1.300 Bäume mit über 60 verschiedenen Baumarten. Es ist dort vor allem grün, grün und noch etwas mehr grün. Noch ist die Friedrichsau zwar nur am Boden begrünt, doch das wird sich bald ändern. Denn der Frühling steht vor den Ulmer Toren und hat das Flanieren, Spazieren und Entspannen im Gepäck. Und wo lässt sich das Viergespann besser genießen als in Ulms größter Oase, mit dem ersten Eis in der Hand?
5. Botanischer Garten

Im Ulmer botanischen Garten entfalten sich im Frühling auch die Sternmagnolien. (Archivbild)
Oliver SchulzDer botanische Garten Ulm ist etwa dreimal so groß wie der Münchner Hauptbahnhof und damit der drittgrößte seiner Art in Deutschland. Doch statt Beton, Zügen und McDonalds findet man dort Pflanzen aus aller Welt. Die naturnahen Lebensräume, ob im Wald, auf der Wiese oder am Teich, laden dazu ein, die Augen zu schließen und die Frühlingswärme auf der Haut zu spüren. Dazu ein Kaffee in der Thermoskanne und einfach mal die Seele baumeln lassen.
6. Glacis-Park

Das Schwanen-Paar genießt die Frühlingssonne im Glacis-Park.
Valerie ZöllnerAls die Landesgartenschau 1980 nach Ulm und Neu-Ulm kam, wurde aus dem westlichen Teil der ehemaligen Burgfestung in Neu-Ulm ein schöner Stadtpark. Die schmalen Pfade laden zum Entdecken, die bewachsenen Lauben zum Sitzen und Verweilen ein. Mehrere Entenfamilien fühlen sich in dem kleinen Fluss zu Hause und ab und zu lässt sich dort auch eine Schwanenfamilie blicken. Ab dem späteren Frühjahr haben die fedrigen Wasservögel dann auch ihren Nachwuchs dabei. Aber wie das Federvieh sorglos im Wasser gleitet, den Kopf ins Wasser steckt und – hau ruck – den Bürzel in die Höhe wuchtet: Da kann man doch nur in der frühlingshaften Nachmittagssonne entspannen.
7. Eselsberg

Am Eselsberg gibt es diverse Rundgänge mit einer fantastischen Aussicht auf Ulm und die Umgebung. (Archivbild)
Matthias KesslerRaus aus der Stadt und rauf auf den Berg! Knapp 150 Meter über Ulm liegt der Stadtteil Eselsberg. Wie sich bereits vermuten lässt: Die Aussicht über Ulm ist fantastisch. Doch zur Frühlingszeit sollte definitiv auch ein Ausflug in das Kleingartengebiet des Eselsbergs gewagt werden. Dort geht es auf schmalen Kieswegen durch zig Gärten, in denen Blumen und Sträucher um die Sonnenstrahlen buhlen. Wer es nun doch weniger blumig und dafür geschichtlicher möchte: Es gibt ein schön gelegenes Außenfort der Bundesfestung am unteren Eselsberg. Dort spaziert man am Waldrand auf der Höhe, mit weitem Blick auf die Wissenschaftsstadt und Ulm. Die Stadt Ulm beschreibt auf ihrer Website insgesamt fünf farbenfrohe Spazierwege rund um den Eselsberg – Dauer und Wegbeschreibung inklusive.
8. Wilhelmsburg

Entlang der Wilhelmsburg führen etliche idyllische Wege. Eine Einladung für jeden Spaziergangliebhaber! (Archivbild)
Volkmar KönnekeSie ist Deutschlands größtes erhaltenes Festungsensemble, liegt hoch über der Stadt und prägt bis heute die Stadtstruktur: die Wilhelmsburg. Alle zwei Jahre finden dort Theatersommer statt, mittlerweile auch kleine Musikfestivals. Ob Kunst, Kultur oder Film – das Angebot lockt zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Grund genug, die Festung vor dem großen sommerlichen Ansturm zu besuchen, um in den zarten Frühlingsstrahlen der Sonne an den wuchtigen Mauern entlangzuspazieren und den singenden Vögeln im umliegenden Wald zu lauschen. Für die ganz romantischen Ulmerinnen und Ulmer gäbe es da natürlich noch den König-Wilhelm-Turm, der kostenlos erklommen werden kann. Die zauberhaften Sonnenuntergänge sind dort inklusive.
Sie haben Fotos von den ersten frühsommerlichen Tagen? Zaghafte Knospen oder kommen die Blüten sogar schon in Scharen? Senden Sie uns gerne Ihre Fotos an online-redaktion@swp.de mit Stichwort „Frühling“.
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Dieser Artikel erschien zuerst am 17.4.2025.

