Solidarität mit Bauern
: Löwenbrauerei lädt Cem Özdemir wieder aus

Absage an Cem Özdemir. Eigentlich wollte der Landwirtschaftsminister am Mittwoch, 10. Januar, die Löwenbrauerei in Aalen besichtigen – daraus wird nichts.
Von
Uwe Keuerleber
Aalen
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Eigentlich wollte Landwirtschaftsminister Özdemir die Aalener Löwenbrauerei besichtigen, doch daraus wird nun nichts.

Fabian Sommer

Aus Solidarität mit der heimischen Landwirtschaft hat der Chef einer Brauerei in Aalen den geplanten Besuch von Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) im Familienunternehmen wieder zurückgezogen. Das teilte Brauerei-Chef Albrecht Barth am Mittwoch mit. Zuerst hatte die „Schwäbische Post“ berichtet. Im Spätsommer 2023 sei er angefragt worden, ob Özdemir am 10. Januar eine Führung durch die Familienbrauerei bekommen könnte, erklärte Barth. Am selben Tag soll Özdemir am Vormittag bei einer Bauernkundgebung im nahe gelegenen Ellwangen sprechen. Anschließend wollte der Minister die Aalener Löwenbräu besuchen. „Die Anfrage haben wir grundsätzlich begrüßt“, sagte Barth.

Harter Schlag der Ampelregierung gegen die Landwirtschaft

Die jüngst in Berlin vereinbarten Sparpläne der Ampelregierung zur Abschaffung der Agrardiesel-Subventionen und der Kfz-Steuerbefreiung von Traktoren treffen die Landwirtschaft unangemessen hart, heißt es in einer Pressemitteilung des Aalener Unternehmens. „Aus Solidarität gegenüber der heimischen Landwirtschaft haben wir uns daher nach reiflicher Überlegung entschlossen, unsere Einladung zur Besichtigung unserer Aalener Familienbrauerei zurückzuziehen.“ Das Bundeslandwirtschaftsministerium habe die Ausladung des Ministers mit Bedauern zur Kenntnis genommen, sagte Barth.

Großdemonstration in Berlin geplant

Als Reaktion auf die Sparpläne der Bundesregierung hat der Deutsche Bauernverband zu einer Aktionswoche ab dem 8. Januar aufgerufen. Sie solle am 15. Januar in einer Großdemonstration in Berlin gipfeln. Auch das Transportgewerbe will sich beteiligen.


Mit Informationen des baden-württembergischen Landesdienstes der Deutschen Presse-Agentur (DPA).