Solidarität in Starzach: 90 neu registrierte Spender bei der Aktion „Tobias will leben“

Registrierungssets bei einer öffentlichen Registrierungsaktion. Foto: © Patric Fouad
Patric Fouad/DKMS- In Wachendorf registrierten sich 90 neue Stammzellspender für „Tobias will leben“.
- Anlass: Der 34-jährige Tobias aus Starzach hat seit November Leukämie.
- Zusätzlich gingen 21 Online-Setbestellungen ein; Rücksendung noch ausstehend.
- Aktion von DKMS und DRK in der Mehrzweckhalle, mit Kuchen-Spenden unterstützt.
- DKMS: Sitz in Tübingen, seit 1991, weltweit Vermittlungen, 13 Mio. Registrierte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Eine tolle Aktion, das DRK war richtig gut vorbereitet“, sagt Laura Jenter, als sie der SÜDWEST PRESSE von der Registrierungsaktion am Samstag in Wachendorf berichtet. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, konnte sich in der Mehrzweckhalle als Stammzellspender registrieren lassen. Der Anlass war die Erkrankung des 34-jährigen Tobias aus Starzach, dem vergangenen November Leukämie diagnostiziert wurde. Seinen Nachnamen möchte die Familie privat halten. Für die Behandlung gegen den Blutkrebs braucht der Starzacher eine Stammzellspende. Je mehr Menschen sich bei der DKMS registrieren, desto höher ist die Chance, dass die Ärzte einen passenden Spender für Tobias finden.
Die DKMS-Mitarbeiterin erzählt von der Aktion: „Es war eigentlich immer was los. Ständig kamen Leute vorbei.“ Einige davon brachten Kuchen mit, die gegen eine Spende verteilt wurden. Etwa 20 Kuchen seien im Laufe des Tages zusammengekommen.
Testen geht auch zu Hause
Vor Ort ließen sich laut Jenter gut 90 Menschen in die Datei der DKMS aufnehmen. Außerdem seien online 21 Setbestellungen eingegangen. Wer sich über den Link das Registrierungsset nach Hause schicken lässt, macht den Wangenabstrich mithilfe der Wattestäbchen selbst. Dann noch die Einwilligungserklärung unterschreiben und das Set per Post schnellstmöglich an die DKMS zurücksenden. Jenter betont: „Unbedingt zurückschicken, sonst können wir es nicht registrieren. Von den 21 Sets ist noch keines bei uns angekommen.“
Tobias’ Schwester sagt zu der Aktion: „Familie ist das größte Geschenk und wir haben nur uns. Unsere Eltern und ich beten seit drei Monaten täglich, dass der erlösende Anruf kommt und ein passender Spender für Tobias gefunden wird.“ Der 34-Jährige könne durch die Erkrankung seine Nichte und seine zwei Neffen nur noch selten sehen, schreibt die DKMS in einer Pressemitteilung. „Er möchte unbedingt gesund werden, einfach nur Onkel sein und die Kinder aufwachsen sehen.“
Eine zweite Lebenschance
Wenn sich in den nächsten Monaten herausstellt, dass eine Person, die am Samstag in Starzach registriert wurde, ein passender Spender für einen Leukämie-Patienten ist und Stammzellen spendet, wird die DKMS das mitteilen. Die gemeinnützige Organisation hat ihren Sitz in Tübingen und wurde 1991 gegründet. Sie hat die Stammzellspenden bisher in rund 60 Länder vermittelt. Etwa 13 Millionen Spender und Spenderinnen sind in der Datei registriert.

