Social-Media-Verbot für Kinder?: „Ständiger Verbotsreflex ist einfallslos“: CDU kritisiert Vorschlag von Özdemir

Social Media für Kinder und Jugendliche Ja oder Nein? Cem Özdemir fordert ein Verbot für alle unter 16 Jahren, die CDU kontert.
Alicia Windzio/dpa- Cem Özdemir (Grüne) fordert Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige ab März 2026.
- Begründung: Jugendliche sollten schrittweise und begleitet an Plattformen herangeführt werden.
- CDU kritisiert den Vorschlag als „einfallslos“ und „bürgerfern“ – setzt auf Medienkompetenz statt Verbote.
- CDU warnt: Verbote könnten Jugendliche zu heimlicher und unkontrollierter Nutzung treiben.
- Streit zeigt unterschiedliche Ansätze im Umgang mit digitaler Erziehung und Verantwortung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kein Social Media für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren – das fordert Cem Özdemir, Grünen-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im März 2026. Seine Begründung: „Wir lassen Jugendliche auch nicht einfach ohne Führerschein hinters Steuer. Es gibt Fahrstunden und ein schrittweises Ranführen. So müssen wir es auch mit den sozialen Medien halten“, sagte Özdemir der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.
Konkret fordert er ein begleitetes Erlernen des Umgangs mit digitalen Plattformen wie TikTok, Instagram und Co. mit der Hilfe von Lehrern und Eltern. Dafür erntet er vonseiten der CDU-Fraktion reichlich Kritik. In einer Stellungnahme des bildungspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Andreas Sturm, heißt es: „Cem Özdemir will den Super-Sheriff geben – und landet wieder beim grünen Reflex: Alles verbieten, was Schwierigkeiten macht“. Özdemirs Forderung gehe am Lebensgefühl junger Menschen vorbei und zeige, dass er ihre Lebenswirklichkeit nicht verstehe.
„Grüne trauen den Menschen so wenig zu“
Mit einem Verbot laufe man Gefahr, dass Jugendliche die sozialen Medien heimlich und ohne jegliche Kontrolle verwenden. „Dieser ständige Verbotsreflex ist repressiv, einfallslos und Ausdruck einer Geringschätzung der Bürger. Die Grünen trauen den Menschen so wenig zu, dass sie immer wieder mit neuen Verboten kommen“, kritisiert Sturm.
Die CDU fordert im Gegensatz eine aktive Auseinandersetzung der Kinder und Jugendlichen mit TikTok, Instagram und Co., um ihre Medienkompetenz zu fördern und den Umgang digitaler Plattformen zu lernen. „Wer nur auf Verbote setzt, löst kein Problem – er verlängert es in die Zukunft“, so Sturm.

