Schuss aus Ärger
: Weil er auf sein Grundstück fuhr: 67-Jähriger schießt auf Linienbus

Das nennt man wohl Überreaktion: Ein 67-Jähriger hat am Dienstagnachmittag in Empfingen offenbar auf einen Bus geschossen. Der Anlass war eher nichtig. Der Mann wurde festgenommen.
Von
Kerstin Auernhammer
Empfingen
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In Empfingen soll ein Mann aus Ärger auf einen Linienbus geschossen haben. (Symbolfoto)

Rudy and Peter Skitterians / pixabay

Das ist eine Polizeimeldung, bei der man zweimal hinschauen muss, um sich zu vergewissern, dass man richtig gelesen hat: „Nach einer mutmaßlichen Schussabgabe auf einen Linienbus am Dienstagnachmittag (12.12.) in Empfingen haben Polizeibeamte einen 67-jährigen Tatverdächtigen festgenommen.“

Der Bus musste einer Unfallstelle ausweichen

Wer schießt denn bitte auf einen Linienbus – und vor allem warum? Nach Angaben des Polizeipräsidiums Pforzheim war der Grund eher nichtig. Neben dem Grundstück des Mannes habe es einen Unfall gegeben, ohne Verletzte. Aber ein beteiligtes Auto sei auf der Straße gestanden. Der Linienbus wollte vorbei, konnte aber nicht. Um der Unfallstelle auszuweichen, fuhr der Bus über das Grundstück des Mannes. Dummerweise blieb der Bus stecken. Darüber habe sich der 67-Jährige geärgert, im weiteren Verlauf habe er dann mindestens einmal auf den Bus geschossen. „Während des Vorfalls befanden sich der Fahrer sowie mehrere Fahrgäste im Bus oder außerhalb des Busses. Verletzt wurde niemand“, teilt die Polizei mit. Allerdings soll mindestens ein Projektil in das Fahrzeug eingeschlagen sein.

Ermittlungen dauern an

Um welche Waffe es sich handelte, ob der Verdächtige sie rechtmäßig in seinem Besitz hatte und ob wirklich der steckengebliebene Bus ihn so sehr aufregte – all das sollen nun die Ermittlungen zeigen. Im Laufe des Mittwochs soll ein Haftrichter entscheiden, ob der 67-Jährige in Untersuchungshaft muss. Auch die Staatsanwaltschaft ist in die Ermittlungen involviert. Zeugenbefragungen sollen helfen, das genaue Geschehen zu rekonstruieren.