Schicksalsschlag in Leonberg: OB-Kandidatin Josefa von Hohenzollern plötzlich Witwe

Der verstorbene Prinz Harald von Hohenzollern und seine Ehefrau Josefa von Hohenzollern-Emden, OB-Kandidatin in Leonberg.
Privat- OB-Kandidatin Josefa von Hohenzollern trauert um Ehemann Harald, verstorben durch Herzinfarkt in Namibia.
- Die 51-Jährige erwartet im Juli ihr erstes Kind, will aber weiterhin zur Wahl im Herbst antreten.
- Von Hohenzollern plant, nach der Geburt nur eine Woche zu pausieren, mit familiärer Unterstützung.
- Bekannt als "singende Bürgermeisterin", sorgte sie auch durch politische Kontroversen für Schlagzeilen.
- Nach Freispruch von Vorwürfen bleibt ihre Kandidatur ein Symbol für Frauen in der Politik.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Josefa von Hohenzollern-Emden, Erste Bürgermeisterin und OB-Kandidatin in Leonberg, trifft ein Schicksalsschlag: Am Montagnachmittag ist ihr Ehemann, Prinz Harald von Hohenzollern-Emden, an einem Herzinfarkt in Namibia gestorben. Seit September waren die beiden verheiratet, im Juli erwartet die 51-Jährige ihr erstes Kind.
Gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ erklärte sie, dass ihr Mann in sein Auto habe steigen wollen und plötzlich zusammengebrochen sei. Mehrere Reanimationsversuche seien vergeblich gewesen. Prinz Harald von Hohenzollern wurde 63 Jahre alt. Er war Geschäftsführer eines Diamanten-Unternehmens in Namibia.
Politikerin will trotzdem zur OB-Wahl im Herbst antreten
In einem Facebook-Post schreibt von Hohenzollern am Mittwoch: „Ich brauche Zeit, um zu trauern, Abschied zu nehmen und für unser ungeborenes Kind da zu sein.“ Dazu postete sie mehrere Selfies von sich und ihrem Ehemann zu Lebzeiten. In den kommenden Tagen werde sie sich aus dem Wahlkampf und von den sozialen Medien zurückziehen. Zur Oberbürgermeisterwahl im September will von Hohenzollern trotzdem antreten, sagte sie gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“: „Das wäre auch im Sinne meines Mannes.“
Ihre Kandidatur als Oberbürgermeisterin von Leonberg hatte die FDP-Politikerin am vergangenen Freitag (20. Juni 2025) verkündet. Sie tritt überparteilich an und will zeigen, „dass auch Frauen mit Neugeborenem ihrem Beruf mit Ernsthaftigkeit nachgehen können“. So äußerte sie sich gegenüber der dpa. Wenn die Gesellschaft mehr Frauen in der Kommunalpolitik haben wolle, müsse man den Frauen das auch zutrauen. Am vergangenen Freitag plante sie, nach der Entbindung nur eine Woche zu pausieren. Bei der Baby-Betreuung könne sie auf familiäre Hilfe zählen.
Bekannt geworden als „singende Bürgermeisterin“
Josefa von Hohenzollern wurde zunächst als „singende Bürgermeisterin“ bekannt. Zwölf Jahre lang führte sie das Rathaus in ihrer Heimatgemeinde Kollnburg im Bayerischen Wald. In dieser Zeit veröffentlichte sie eine Coverversion des Lieds „Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk“ im Internet – und handelte sich Ärger mit dem Musikverlag des Sängers Rainhard Fendrich ein.

Will Oberbürgermeisterin von Leonberg werden: Josefa von Hohenzollern-Emden.
Christoph Schmidt/dpaIn Leonberg wurde sie 2021 kurz nach ihrer Abwahl in Kollnburg zur ersten Bürgermeisterin gewählt. Zwei Jahre später stellte der Leonberger Oberbürgermeister Martin Cohn die gelernte Juristin allerdings vom Dienst frei und warf ihr Urkundenfälschung und versuchten Betrug vor. Das Amtsgericht Leonberg sprach sie frei, die Staatsanwaltschaft legte dagegen im März 2025 Berufung ein. Im Juni 2024 wurde von Hohenzollern in den Kreistag gewählt.
Vor ihrer Karriere als Bürgermeisterin arbeitete Josefa von Hohenzollern, damals noch unter dem Namen Schmid, unter anderem beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf). Dort wies sie 2018 öffentlich auf angebliche Fehler in der Genehmigung von tausenden Asylverfahren in Bremen hin. Das Landgericht Bremen ließ die meisten Anklagepunkte im November 2020 fallen.
Mit Material der Nachrichtenagentur dpa.
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