Schäden auf Iberia-Flug
: Schreckmoment – krachte ein Geier in die Nase des neuen Airbus?

182 Passagiere waren an Bord des Iberia-Flugs. Das Flugzeug musste kurz nach dem Start umdrehen, sie kamen mit dem Schrecken davon. Sind solche Vogelschläge selten?
Von
dpa
Madrid
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Iberia Vogelschlag

Ein neuer Airbus vor dem Vogelschlag - und danach, wie ein Nutzer auf der Plattform X zeigte.

Daniel Reinhardt/dpa/Screenshot X
  • Iberia-Flug Madrid-Paris musste nach Vogelschlag kurz nach Start umkehren.
  • 182 Passagiere waren an Bord, laut Airline bestand keine Gefahr.
  • Neuer Airbus A321XLR wurde im vorderen Bereich und an einem Triebwerk beschädigt.
  • Vogelschläge sind laut Experten häufig, Flughäfen setzen Maßnahmen zur Risikominimierung ein.
  • Triebwerke durchlaufen strenge Tests, um Sicherheit bei Vogelschlägen zu gewährleisten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Schreckmoment für die Passagiere eines Iberia-Flugs von Madrid nach Paris: Die Kollision mit einem großen Vogel zwang die Maschine wenige Minuten nach dem Start zur Rückkehr zum Flughafen Adolfo Suárez, wie die spanische Fluglinie mitteilte. Nach Medienberichten waren 182 Passagiere an Bord. Sie waren laut Iberia zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Medienberichte, wonach es sich beim Vogel um einen Geier handelte, bestätigte Iberia nicht.

Der Zwischenfall ereignete sich am Sonntagnachmittag. Die Maschine vom brandneuen Typ Airbus A321XLR, die nach Auslieferung Anfang Juli erst seit wenigen Wochen im Einsatz war, wurde nach Angaben der Fluggesellschaft unmittelbar nach Beginn des Steigfluges kurz nach 16 Uhr im vorderen Bereich sowie an einem der Triebwerke getroffen und beschädigt.

Die Crew habe gemäß den geltenden Sicherheitsprotokollen umgehend gehandelt und eine sichere Rückkehr eingeleitet, betonte Iberia. Trotzdem machten einige Passagiere während der Sicherheitslandung bange Momente durch, wie ein Video zeigt, das einer der Fluggäste, der Musiker Giancarlo Sandoval, auf den sozialen Netzwerken veröffentlichte. Das Video wurde nach weniger als einem Tag allein auf X rund zweieinhalb Millionen Mal angeklickt.

Vogelschläge sind alles andere als selten

Solche Vogelschläge, sogenannte Bird strikes, seien im Luftraum relativ häufig, betonte der Madrider Fluglotse Juan Gómez im Interview des TV-Senders RTVE. Aber nicht immer handele es sich um Kollisionen mit großen Vögeln in diesem Fall. Der Aufprall sei aber weniger schwer gewesen, „als es auf Bildern erscheinen mag“, erklärte Gómez. „Der vordere Teil von Flugzeugen besteht immer aus sehr leichtem Material, weil sich dort ein Wetterradar befindet, mit dem festgestellt werden kann, ob Unwetter drohen.“

„Vögeln stellen ein bekanntes und kontrolliertes Risiko in der Luftfahrtindustrie dar. Flughäfen setzen verschiedene Maßnahmen zur Kontrolle der Tierwelt ein, um ihre Präsenz in der Nähe der Start- und Landebahnen zu verringern“, schrieb das spanische Fachportal „Aviacionline“. „Dennoch lassen sich Kollisionen nicht vollständig vermeiden.“

Die Zulassung von Strahltriebwerken, so das Portal, umfasse „strenge Tests zur Vogelaufnahme, um sicherzustellen, dass selbst im Falle eines Ausfalls das Triebwerk sicher abgeschaltet werden kann – ohne die strukturelle Integrität des Flügels oder des Flugzeugs zu gefährden“.