SWP+SWP+Sanierung von Gedenkstätte
: Wie Grafeneck erhalten werden kann

Auf der Schwäbischen Alb startete die NS-Diktatur den bürokratischen Massenmord, der dann ganz Europa erfasste. Der Erinnerungsort bedarf einer Sanierung. Blamiert sich das Land?
Von
Reiner Ruf
Gomadingen
Jetzt in der App anhören
Schloss Grafeneck im Frühjahr 2020. In einem nahen Schuppen wurden 1940 mehr als 10 000 Menschen vergast.

ARCHIV - Schloss Grafeneck (Kreis Reutlingen), das 1940 der Sitz der Täter im Massenmord an geistig behinderten und psychisch kranken Menschen (Archivfoto vom 13.01.2008). In einem nahen Schuppen wurden von Januar bis Dezember 1940 mehr als 10 000 Menschen mit Kohlenmonoxid-Gas getötet. Heute ist auf dem Gelände die zentrale Gedenkstätte für die Opfer der sogenannten Euthanasie in Baden-Württemberg untergebracht. Erbaut wurde Schloss Grafeneck im 16. Jahrhundert als Jagdschloss der württembergischen Herzöge auf der Schwäbischen Alb. 
Download am 04.05.2020 für SWUM Stuttgart
Foto: Pierre-Christian Fink dpa/lsw (zu dpa 4046) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit

Schloss Grafeneck im Jahr 2020: In einem nahen Schuppen wurden 1940 mehr als 10 000 Menschen vergast. Die Gedenkstätte erinnert an den Massenmord an geistig behinderten und psychisch kranken Menschen.

Pierre-Christian Fink/dpa