Reschenpass: Ausweichroute für den Brenner wird zur Dauerbaustelle

Wer mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen-Gespann über 3,5 Tonnen die Umleitung befahren möchte, muss beim Schweizer Zollamt 5 Euro bezahlen.
©ADAC/Theo Klein/ADAC/obs/dpa- Reschenpass als Brenner-Ausweichroute wird zur Dauerbaustelle bis Ende 2026.
- Bauarbeiten führen zu Verkehrsbehinderungen und Sperrungen, u.a. von Okt. bis Dez. 2023.
- Umleitungen über die Schweiz; Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zahlen 5 Euro Schwerlastabgabe.
- Geplante Sperrungen auch 2025 und 2026; Wintersaison 2024/2025 zweispurig befahrbar.
- Hintergrund: Bau der Steinschlaggalerie wegen häufiger Steinschläge.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kurz vor den Herbstferien müssen sich Urlauber, die in Richtung Italien (oder von dort zurück) unterwegs sind, auf längerfristige Verspätungen einstellen. Der Reschenpass, beliebt als Ausweichroute für den Brenner, ist eine Dauerbaustelle. Die Route mit dem pittoresken Stausee, aus dem der Kirchturm des überfluteten Dorfes Graun ragt, führt von Landeck durch das Inntal über den Reschenpass in den Südtiroler Vinschgau. Nötig ist der Bau der Steinschlaggalerie, weil es aufgrund des felsigen und unbefestigten Geländes häufiger zu Steinschlag kam, der auch die vorhandenen Schutznetze durchbrach.
Reschenpass-Sperrung und Umleitungen
Die Reschenstraße B180 zwischen Pfunds und Nauders bekommt laut ADAC einen erweiterten Steinschlagschutz. Während des Baus der Steinschlaggalerie kommt es folglich über die nächsten zwei Jahre zu Verkehrsbehinderungen – erst Ende 2026 sollen die aufwendigen Bauarbeiten abgeschlossen sein.
Die bereits zweite Sperrphase des Reschenpass hat am 8. Oktober begonnen und soll bis Donnerstag, 19. Dezember andauern. Währenddessen ist die Straße Tag und Nacht sowie an den Wochenenden gesperrt.
Für Pkw erfolgt die Umleitung zum Teil durch Schweizer Staatsgebiet über die Engadiner (B184) und die Martinsbrucker Straße (B185). So beträgt der Umweg rund 6,6 Kilometer, darum muss mit einem zusätzlichen Zeitaufwand von 15 bis 20 Minuten gerechnet werden. Wichtig: Da die B185 eine kurvige Bergstraße ist, werden bereits bei geringen winterlichen Fahrverhältnissen Schneeketten und Winterausrüstung notwendig. Allerdings dürfen Lkw, Fahrzeuge mit Anhänger über 6,5 Meter sowie Busse über 13 Meter diese Ausweich-Strecke nicht befahren. Der ADAC empfiehlt darum, der Strecke großräumig auszuweichen.
Wohnmobile und Wohnwagen-Gespanne dürfen, solang der Anhänger nicht länger als 6,5 Meter ist, die Umleitungsstrecke zwar befahren, doch Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen in der Schweiz die sogenannte Schwerlastabgabe entrichten. So sind beim Schweizer Zollamt Martina 5 Euro pro Fahrzeug und Fahrt zu entrichten.
Geplante Sperrtermine für die kommenden Jahre
Auch in den Jahren 2025 und 2026 werden längere Teil- und Vollsperren des Reschenpasses erforderlich.
- Vom 10. März 2025 bis 2. Mai 2025 wird der Verkehr erneut umgeleitet.
- Ab dem 6. Mai 2025 soll der Verkehr einspurig mit Ampelregelung geführt werden. Diese Verkehrsregelung soll bis August/September 2026 andauern.
- Vor Fertigstellung Ende 2026 muss die Straße für weitere drei Monate von September bis November, jeweils von 8 bis 18 Uhr für die Finalisierung der Ausbau- und Asphaltierungsarbeiten gesperrt werden.
Eine gute Nachricht für Ski-Urlauber
Während der Wintersaison 2024/2025, also vom 20. Dezember 2024 bis 9. März 2025 ist der Reschenpass laut ADAC zweispurig befahrbar.

