Rekord-Hitzewelle: CDU will neue Hitzefrei-Regeln für Baden-Württemberg

Gibt es bald überall die gleichen Regeln? Noch entscheiden die Schulleitungen.
Foto: Jens Büttner/ Marijan Murat/dpa- Baden-Württemberg erlebt eine Hitzewoche, der DWD warnt vor extremer Wärmebelastung.
- Nächte kühlen teils kaum ab, vielerorts fallen die Temperaturen nicht unter 22 Grad.
- Heiß wird es gegen Ende der Woche – danach bleibt es mit um 35 Grad weiter zu warm.
- Kultusminister Andreas Jung will Hitzefrei-Regeln verbindlicher machen.
- Empfohlene 25-Grad-Marke um 11 Uhr soll zur Soll-Regel werden, auch Klassenzimmerwerte zählen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Baden-Württemberg befindet sich in der nächsten Hitzewoche – der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor teils extremer Wärmebelastung im Wochenverlauf. Besonders belastend dürfte die Hitze werden, weil es nachts vielerorts kaum abkühlt. Die Temperaturen sinken laut DWD teilweise nicht unter 22 Grad. Erst zum Monatswechsel zeichnet sich eine vorsichtige Entspannung ab. Dann könnten die Werte wieder in Richtung 30 Grad sinken.
Unter diesem Eindruck wollen der baden-württembergische Innenminister und CDU-Landeschef Manuel Hagel sowie Kultusminister Andreas Jung (CDU) die Regelungen für Hitzefrei an Schulen neu fassen. „Ich kann mir vorstellen, dass wir neue Regelungen erarbeiten, alles auf den Prüfstand stellen“, sagte Jung am Morgen im Radiosender SWR1.
Frühestens ab nächstem Schuljahr
Dies könnte dann aber frühestens ab dem nächsten Schuljahr gelten. Die Verantwortung dafür, Hitzefrei zu geben, liege dann zwar weiterhin bei den Schulen. Er sei aber dafür, etwas mehr Verbindlichkeit hineinzubringen.
Innenminister Hagel findet nicht nur als Politiker Verständnis für verbindlichere Hitzefrei-Regelungen an Schulen. Auch als Vater unterstützt er die neuen Vorschläge von Parteifreund Jung. „Mein Sohn geht in die erste Klasse einer Grundschule“, sagte Hagel in Stuttgart. „Und wir führen diese Diskussionen gerade jeden Tag zu Hause.“
Als Vater von drei Kindern stellte er sich etwa die Frage, warum die relevante Temperatur draußen und im Schatten gemessen werde und nicht etwa im Klassenzimmer, in dem die Kinder säßen. Jungs Vorschläge seien daher sehr pragmatisch. Vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels und der zunehmenden Hitzetage im Land müsse zum neuen Schuljahr alles auf den Prüfstand gestellt werden.
Derzeit keine generellen Vorgaben
Das Kultusministerium macht derzeit keine generellen Vorgaben, ob und wann Schülerinnen und Schüler Hitzefrei bekommen. Auch eine landesweit einheitliche Temperaturgrenze, bei der der Unterricht automatisch endet, gibt es nicht.
Als Kriterium wird aber unter anderem empfohlen, dass die Schulen Hitzefrei geben können, wenn die Außentemperatur um 11 Uhr mindestens 25 Grad im Schatten beträgt.
Daraus müsse eine „Soll“-Regelung werden, erklärte der Minister im SWR1. Er sei zudem dafür, dass man die Temperatur im Klassenzimmer zum Maßstab nehme.
