Prozess in Ravensburg
: Nach tödlichem Messerangriff vor Supermarkt: Urteil erwartet

Ein Asylbewerber soll seinen Mitbewohner nach einem Streit erstochen haben. Vor Gericht gesteht er die Tat, Reue zeigt er aber nicht. Nun wird das Urteil erwartet.
Von
dpa
Ravensburg
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Landgericht Ravensburg: ARCHIV - 24.10.2019, Baden-Württemberg, Ravensburg: Ein Schild mit der Aufschrift Landgericht, Marienplatz 7, ist am Mauerwerk des Landgerichtes angebracht. Ein 32-Jähriger steht von Mittwoch an wegen Mordes vor Gericht. Nach einem Streit soll vor einem Supermarkt in Ravensburg einen Mann getötet haben.  (zu dpa: «Nach Messerangriff 32-Jähriger wegen Mordes vor Gericht») Foto: Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein 32-Jähriger steht an wegen Mordes vor Gericht. Nach einem Streit soll vor einem Supermarkt in Ravensburg einen Mann getötet haben.

Felix Kästle/dpa
  • Mordprozess in Ravensburg: Urteil am Mittwoch erwartet.
  • Angeklagter: abgelehnter Asylbewerber aus Gambia.
  • Tat: Messerangriff auf Mitbewohner, 25-jähriger Somalier.
  • Geständnis: Angeklagter zeigte keine Reue, beruft sich auf Notwehr.
  • Anklage: Heimtücke und niedrige Beweggründe.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Prozess um einen tödlichen Messerangriff vor einem Supermarkt in Ravensburg werden am Mittwoch (ab 8.30 Uhr) die Plädoyers und das Urteil erwartet. Angeklagt ist ein abgelehnter Asylbewerber aus Gambia, der im Streit seinen Mitbewohner einer Flüchtlingsunterkunft erstochen haben soll. Die Tat spielte sich Ende August 2024 ab.

Vor Gericht gestand er zu Prozessbeginn den Angriff. „Ich habe ihn erstochen, er sollte sterben“, hatte der 32-Jährige gesagt. Reue zeigte der Angeklagte nicht. Er habe aus Notwehr gehandelt. 

Die Anklage wirft dem Mann Heimtücke und niedrige Beweggründe vor. Er soll an einem Freitagabend mit einem Küchenmesser auf einen 25-jährigen Somalier eingestochen haben. Davor soll er ihn mit einer Glasflasche niedergeschlagen haben.