Proteste am 31. Oktober
: Diese Städte in Baden-Württemberg sind dabei

Am Samstag will die junge Generation bundesweit auf die Straße gehen. Auch in Baden-Württemberg sind mehrere Protestaktionen geplant.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Polizeiautos: ARCHIV - 14.11.2018, Niedersachsen, Osnabrück: Zwei Polizeiautos stehen nebeneinander.  (zu dpa: «Polizeiwagen im Schnitt mit 120.000 Kilometern auf dem Tacho») Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Polizei bereitet sich auf die Proteste in Baden-Württemberg vor.

Friso Gentsch/dpa

Für bessere Bildung, bezahlbares Wohnen, mehr Klimaschutz und gegen die Wehrpflicht: Die Initiative „Gen Z regelt“ ruft für Samstag, 31. Oktober, zu bundesweiten Protesten auf. In insgesamt 34 Städten sollen Menschen ab 14 Uhr demonstrieren. Nach Angaben der Initiative haben sich bundesweit bereits mehr als 157.000 Menschen für die Aktionen angemeldet.

Auch Baden-Württemberg beteiligt sich an dem Protesttag. In sechs Städten sind Demonstrationen angekündigt. Dazu gehören Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Freiburg, Ulm und Lörrach.

Proteste am 31. Oktober: Diese Städte in Baden-Württemberg machen mit

Wer am Samstag an einer Demonstration teilnehmen möchte, hat in Baden-Württemberg mehrere Möglichkeiten. Die folgenden Treffpunkte nennt die Initiative auf ihrer Internetseite.

Die Proteste sollen jeweils um 14 Uhr beginnen. Kurzfristige Änderungen bei den Treffpunkten sind möglich.

Besonders viele Zusagen verzeichnet die Initiative bislang in Stuttgart. Dort haben laut der veröffentlichten Übersicht bereits rund 12.900 Menschen ihre Teilnahme angekündigt. In Karlsruhe sind es rund 4.800, in Ulm und Freiburg jeweils rund 3.800. Für Mannheim werden etwa 340 Zusagen angezeigt, für Lörrach gut 60.

Bei diesen Zahlen handelt es sich allerdings nicht um bestätigte Teilnehmerzahlen. Wie viele Menschen tatsächlich zu den Demonstrationen erscheinen, bleibt abzuwarten.

Was steckt hinter den Protesten der Generation Z?

Hinter dem bundesweiten Protestaufruf steht die Initiative „Gen Z regelt“. Sie kritisiert, dass junge Menschen bei politischen Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen, zu wenig berücksichtigt würden.

Im Mittelpunkt stehen sechs Themenbereiche: Bildung und Gesundheit, steigende Lebenshaltungskosten, soziale Gerechtigkeit, Wehrpflicht, Grundrechte und Klimaschutz.

Die Initiative fordert unter anderem höhere Investitionen in Schulen, Suchthilfe und psychotherapeutische Versorgung. Außerdem setzt sie sich für eine gerechtere Verteilung finanzieller Lasten, konsequenteren Klimaschutz und den Schutz von Grundrechten ein.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Ablehnung einer Wehrpflicht. Die Organisatoren kritisieren, dass junge Menschen von entsprechenden politischen Entscheidungen unmittelbar betroffen seien, ohne ausreichend mitbestimmen zu können.

Demonstrationen sollen friedlich und überparteilich bleiben

Nach eigenen Angaben versteht sich „Gen Z regelt“ als überparteiliche Bewegung. Die Initiative betont, dass Menschen unterschiedlicher politischer Ansichten an den Protesten teilnehmen können, solange sie die gemeinsamen Grundsätze respektieren.

Die Veranstalter sprechen sich ausdrücklich gegen Gewalt, Extremismus, Rassismus und Diskriminierung aus. Die Demonstrationen sollen friedlich verlaufen.

Wichtig ist außerdem: Nicht alle 34 Protestaktionen werden direkt von „Gen Z regelt“ organisiert. Die Initiative übernimmt nach eigenen Angaben nur in vier Städten die Hauptverantwortung. Die Aktionen in Baden-Württemberg gehören zu den Demonstrationen, die sich dem bundesweiten Aufruf angeschlossen haben. Für deren Organisation und Inhalte sind jeweils die örtlichen Verantwortlichen zuständig.