Protest gegen Urteil: Verurteilte Ludwigsburger Raser gehen gegen Haftstrafen vor

Einer der Angeklagten im Ludwigsburger Raser-Prozess. Die zu der Tatzeit 32 Jahre, 34 Jahre und 25 Jahre alten Angeklagten sollen sich vor einem Jahr in Ludwigsburg zu einem illegalen „Beschleunigungsrennen“ verabredet haben. Sie verursachten einen Unfall, bei dem zwei Frauen starben.
Marijan Murat/dpa- Nach Mord-Urteil im Raser-Prozess: zwei Brüder legen Revision beim BGH ein.
- Verfahren wird nur auf Rechtsfehler geprüft – eine neue Beweisaufnahme erfolgt nicht.
- Der Cousin akzeptiert sein Urteil, damit ist es rechtskräftig.
- Unfall in Ludwigsburg: zwei Frauen starben nach einem illegalen Beschleunigungsrennen.
- Urteile: lebenslange Haft für den Unfallverursacher, 13 Jahre für den Bruder, Bewährung für den Cousin.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem Mord-Urteil im Ludwigsburger Raser-Prozess kann das Verfahren wie erwartet vorerst nicht abgeschlossen werden. Die beiden Hauptangeklagten haben Revision eingelegt, wie das Landgericht in Stuttgart mitteilte. Nun werden die Urteile gegen die beiden Brüder wegen des tödlichen Autorennens vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe auf mögliche Rechtsfehler überprüft. Eine neue Beweisaufnahme gibt es nicht. Dennoch dürfte sich eine Entscheidung über Monate hinziehen.
Der dritte Angeklagte, der Cousin der beiden Brüder, hat sein Urteil laut Landgericht akzeptiert. Damit ist das Urteil gegen den Cousin rechtskräftig, die anderen beiden Urteile hingegen nicht.
Gericht: Brüder haben den Tod anderer in Kauf genommen
Etwas über ein Jahr nach einem Autorennen mit zwei Toten in Ludwigsburg war der Unfallverursacher am Dienstag vergangener Woche vom Landgericht Stuttgart wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Der Mann hatte sich vor einem Jahr mit seinem Bruder in Ludwigsburg ein Rennen geliefert - sein Wagen hatte das Auto zweier junger Frauen gerammt. Der Bruder, der einen zweiten Wagen gefahren hatte, muss wegen versuchten Mordes für 13 Jahre in Haft. Ihr Cousin wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.
Nach Überzeugung der Kammer nahmen die Brüder den Tod anderer Verkehrsteilnehmer billigend in Kauf. Mit dem Urteil war das Gericht der Staatsanwaltschaft gefolgt. Einer der Verteidiger hatte bereits nach der Urteilsverkündung Rechtsmittel angekündigt.
