Prostitution in BW
: Projekt für Berufswechsel von Prostituierten zieht erste Bilanz

Die Leiter des landesweiten Projekts „Works“ zum Berufswechsel von Prostituierten ziehen am Freitag (15 Uhr) bei einer Pressekonferenz in Ravensburg eine erste Bilanz.
Von
lsw
Ravensburg
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Können Prostituierte einfach ihren Beruf wechseln?

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Seit Juni 2021 sollen Prostituierte mit Beratungen, Coaching und Gruppenangeboten in vier Regionen im Land bei der beruflichen Neuorientierung gefördert werden, teilte der Paritätische Wohlfahrtsverband in Baden–Württemberg im Vorfeld mit. Das Projekt in Stuttgart und Pforzheim sowie den Landkreisen Enzkreis, Reutlingen, Tübingen, Ravensburg und Bodenseekreis läuft demnach bis Jahresende.

Seit dem Beginn der Corona–Krise habe sich die ohnehin häufig prekäre Situation von Menschen in der Prostitution stark verschlechtert, teilte der Wohlfahrtsverband mit. Das Bedürfnis nach einem Berufswechsel sei daher gestiegen. Auf dem Weg dorthin wolle das Projekt Hindernisse abbauen — zum Beispiel durch Hilfe bei der Wohnungssuche und die Vermittlung von Maßnahmen zur beruflichen Qualifizierung.

Das Sozialministerium des Landes Baden–Württemberg fördert das Projekt mit EU–Mitteln zur Reaktion auf die Corona–Pandemie.