Neuer Partei-Name: BSW heißt jetzt nicht mehr „Bündnis Sahra Wagenknecht“

Sahra Wagenknecht: Kritiker hatten ihr vorgehalten, die Neugründung zu stark auf ihre Person zuzuschneiden.
Fabian Sommer/dpa- Das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ plant eine Namensänderung zu „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“.
- Das Kürzel BSW bleibt, Entscheidung fällt beim Parteitag in Magdeburg Anfang Dezember 2024.
- Wagenknecht bleibt zentrale Figur der Partei, ob sie erneut als Vorsitzende kandidiert, ist offen.
- Die Partei erzielte 2024 Erfolge bei der Europawahl und ostdeutschen Landtagswahlen.
- Bei der Bundestagswahl 2024 scheiterte BSW knapp an der Fünf-Prozent-Hürde.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht trennt sich vom Namen der Parteigründerin und soll künftig „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“ heißen. Beim Kürzel BSW soll es bleiben. Dies ist der Vorschlag des Präsidiums und des Vorstands, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen des Präsidiums erfuhr. Das letzte Wort hat ein BSW-Parteitag in Magdeburg Anfang Dezember.
Gründerin Sahra Wagenknecht hatte schon vor längerer Zeit erklärt, dass der bisherige Parteiname nur eine Übergangslösung sein sollte und bald geändert werden solle. Kritiker hatten ihr vorgehalten, die Neugründung zu stark auf ihre Person zuzuschneiden. Sie hielt dagegen, die junge Partei brauche zur Einführung zunächst Wiedererkennungswert.
Wagenknecht soll führende Rolle behalten
Tatsächlich ist Wagenknecht die tragende Figur und bei weitem das bekannteste Gesicht der Partei. Sie hatte sie nach ihrem Bruch mit der Linken 2024 gegründet. Zuletzt hatte das BSW nach eigenen Angaben etwa 5.000 Mitglieder. Die 56-Jährige hat bisher offen gelassen, ob sie beim Parteitag erneut als Vorsitzende kandidiert. Eine „führende Rolle“ soll sie nach Angaben aus der Partei in jedem Fall behalten.
Ob die Partei ohne die Personalisierung und ohne Wagenknechts Namen punkten kann, ist offen. Das BSW hatte 2024 Erfolge bei der Europawahl und den ostdeutschen Landtagswahlen erzielt, war aber in diesem Frühjahr bei der Bundestagswahl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.
Der offizielle Name lautete bisher komplett: „BSW - Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit“. Der Vorschlag für die neue Variante in Gänze: „BSW - Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“ in dieser Schreibweise mit groß geschriebenen Attributen.

Das BSW soll bald Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft heißen. Viel wichtiger ist für die Partei, ob sie es doch noch in den Bundestag schafft.