Als „Hitler“ und „Nazis“ beschimpft
: Verletzter bespritzt Einsatzkräfte mit seinem Blut

Einsatzkräfte werden oft von betrunkenen oder aggressiven Menschen attackiert: Jetzt gab es einen besonders widerlichen Fall: Ein Mann bespritzte Helfer mit seinem Blut.
Von
Sven Kaufmann
Friedrichshafen
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In Friedrichshafen hat ein aggressiver Verletzter die Polizei und Rettungssanitäter beschimpft und mit Blut bespritzt (Symbolbild).

Fernando Gutierrez-Juarez, dpa

Immer wieder werden Kräfte der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdienstes ausgerechnet von jenen Menschen angegriffen, für die sie im Einsatz sind und denen sie helfen wollen — und müssen: So hat etwa am 18.08.2023 ein 33–Jähriger einen Notfallsanitäter angegriffen und dienstunfähig geprügelt.

Einsatz wegen blutiger Auseinandersetzung in Friedrichshafen

Ein besonders widerlicher — und auch gefährlicher — Fall ereignete sich jetzt am Freitagabend, 01.09.2023, in Friedrichshafen am Bodensee: Ein nach einer Prügelei Verletzter soll die Polizei und Rettungssanitäter beschimpft und sie mit seinem Blut bespritzt haben.

Wie konnte es so weit kommen? Wie die Polizei berichtet, waren im Wachirweg zwei Männer im Alter von 68 und 55 Jahren in einen Streit geraten, der offenbar zu einer Schlägerei eskalierte und blutig endete: Der 55–Jährige erlitt eine stark blutende Wunde an der Hand.

Beschimpft als „Nazis“ und „Hitler“: Mann bespritzt Helfer mit seinem Blut

Der Mann verhielt sich laut der Polizei aggressiv. Deswegen begleiteten ihn die Beamten zur Versorgung seiner Wunde ins Krankenhaus. Dort rastete der 55–jährige Mann aus und beschimpfte einen der Polizeibeamten und mehrere Rettungssanitäter als „Nazis“ und „Hitler“. Dann spritzte er auch noch mit Absicht Blut aus seiner Wunde an der Hand in Richtung der Einsatzkräfte.

Gegen den Mann wird nun wegen Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf die Einsatzkräfte ermittelt.

744 Feuerwehrleute und 2339 sonstige Rettungsdienstkräfte sind im Jahr 2021 in Deutschland Opfer von Gewalttaten geworden. Die Tendenz ist steigend.