Mutter und Sohn in Schramberg getötet
: „Das trifft uns ins Herz“ - Angehörige werden nach Lkw-Unfall betreut

Bei einem Unfall mit einem Lkw sterben eine Mutter und ihr kleiner Sohn. Nach dem Unglück öffnen sich die Türen für Angehörige. Die Stadt Schramberg will Trost spenden.
Von
dpa
Schramberg
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Rettungskräfte sind nach einem schweren Unfall mit zwei Toten im Einsatz. Eine Mutter und ihr Kind sind bei einem Verkehrsunfall in Schramberg im Landkreis Rottweil (Baden-Württemberg) von einem Lastwagen erfasst worden und ums Leben gekommen.

Joshua Rzepka/onw-images/dpa
  • In Schramberg starben eine Mutter und ihr dreijähriger Sohn nach einem Lkw-Unfall.
  • Die Stadt öffnet einen Saal als Treffpunkt für Angehörige – so lange, wie die Familie ihn braucht.
  • Für Kita-Eltern des Jungen gibt es Angebote mit Psychologin, Trauerbegleitung und Notfallseelsorge.
  • Laut Polizei verlor der Fahrer das Bewusstsein, Alkohol oder Drogen spielen ersten Erkenntnissen nach keine Rolle.
  • Der Lkw kollidierte mit Autos, erfasste die beiden auf dem Gehweg und prallte gegen eine Hauswand.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einem Unfall mitten in Schramberg werden eine Frau und ihr dreijähriger Sohn von einem Lastwagen überrollt. Nun bemüht sich die Schwarzwald-Gemeinde, die Tragödie von Mittwochmorgen (25.3.2026) gemeinsam zu verarbeiten und den Angehörigen der Opfer zu helfen.

Nach dem Unfall herrscht Entsetzen in der Schwarzwald-Gemeinde. „Das trifft uns ins Herz der Stadt“, sagte Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr (parteilos). Ein Saal der Stadt solle als Versammlungsstätte zur Verfügung stehen, „so lange, wie die Familie ihn braucht.“ Dort könnten sich Verwandte und Freunde treffen und trauern. „Wir haben das Gefühl, das ist gerade das Beste, was wir für die Familie tun können“, sagte Eisenlohr.

Psychologen werden weiter da sein

Für die Eltern der Kindertagesstätte, die der überfahrene drei Jahre alte Junge besuchte, werde es zudem ein Angebot mit Psychologin, Trauerbegleitung und Notfallseelsorge geben, sagte die Rathauschefin der Deutschen Presse-Agentur. „Wir werden uns bemühen, alle Angebote bedarfsgerecht zu konzipieren.“

Am Mittwochmorgen hatte ein Lastwagen in Schramberg (Landkreis Rottweil) eine 29-jährige Mutter und ihren Sohn erfasst. Beide starben noch an der Unfallstelle. Der 53-jährige Lastwagenfahrer wurde leicht verletzt. Er hatte nach Polizeiangaben und eigener Aussage das Bewusstsein am Steuer verloren. Daraufhin war der Transporter gegen mehrere geparkte Autos und über den Gehweg hinweg gegen eine Hauswand geprallt. Nach Angaben von Daniel Brill, Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, spielen Alkohol oder Drogen nach den ersten Erkenntnissen keine Rolle bei dem Unfall.

Nach den Erkenntnissen der Polizei und den Aussagen von Zeugen kam der Lastwagen links von der Straße ab, er stieß heftig gegen zwei geparkte und ein fahrendes Auto, erfasste die Frau und ihr Kind auf dem Gehweg und prallte schließlich gegen die Hauswand.

Erinnerungen an Unfall auf Esslinger Gehweg

Die Tragödie in der Gemeinde weckt Erinnerungen an einen Verkehrsunfall mit drei Toten in Esslingen. Ende Oktober 2024 soll ein damals 54 Jahre alter Mann dort beim Heranfahren an eine rote Ampel das Gaspedal mit dem Bremspedal verwechselt und sein Fahrzeug mit fast 100 Kilometern pro Stunde auf den Gehweg gelenkt haben. Dort erfasste das Fahrzeug eine 39 Jahre alte Frau und ihre beiden drei und sechs Jahre alten Söhne. Alle drei starben noch am Unfallort. Der Fahrer eines anderen Autos wurde leicht verletzt.

Der Mann muss sich derzeit vor dem Amtsgericht Esslingen unter anderem wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen verantworten. Ein Urteil wird für Mitte April erwartet.

Schramberg Kreis Rottweil

Schramberg liegt im Schwarzwald im Landkreis Rottweil in Baden-Württemberg. Die Stadt hat rund 21.000 Einwohner und erstreckt sich in mehreren Tälern entlang des Flusses Schiltach. Bekannt ist Schramberg vor allem als traditionsreicher Standort der Uhrenindustrie sowie für die Fastnacht mit dem spektakulären „Da-Bach-na-Fahrt“-Umzug.