Münchner Oktoberfest: Hitlergruß, Belästigungen und Maßkrug-Schlägerei zum Wiesn-Auftakt

Polizisten patrouillieren auf dem Oktoberfest. Am ersten Tag gab es einige Einsätze, von denen die Polizei berichtet.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Archivbild)- Oktoberfest-Auftakt: Tourist zeigte Hitlergruß, 3.000 Euro Strafe – Anzeige wegen Verfassungszeichen.
- Maßkrug-Schlägerei um Sitzplätze: Fünf Schweizer hinterlegten 18.000 Euro, Ermittlungen laufen.
- Fünf sexuelle Belästigungen gemeldet, darunter Notfallsanitäterinnen – Verdächtiger festgenommen.
- 500 Einsätze am ersten Tag: Hitze und Besucherandrang führten zu Kreislaufproblemen.
- 6,7 Mio. Besucher 2024 erwartet – Bierzelte und Fahrgeschäfte bleiben Hauptattraktionen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Während hunderttausende Menschen in den Festzelten feiern, sich in den Fahrgeschäften vergnügen und ihre Dirndl und Lederhosen zur Schau stellen, geht es beim Auftakt des Oktoberfests in München nicht ausschließlich feierlich zu. In einem der Festzelte soll ein 25 Jahre alter Tourist den sogenannten Hitlergruß gezeigt haben, berichtet die Polizei in ihrer Bilanz des ersten Volksfesttags am Samstag, 20. September. Der junge Mann wurde angezeigt, weil er „Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ verwendet haben soll. Nachdem er eine Sicherheitsleistung von 3.000 Euro bezahlt hatte, wurde er wieder entlassen.
Mit Maßkrügen um Plätze auf Oktoberfest geschlagen
Auch zu weiteren Vorfällen kam es auf der Wiesn: 18.000 Euro musste den Angaben zufolge eine Schweizer Touristengruppe nach einer Maßkrugschlägerei hinterlegen. Fünf Schweizer Wiesnbesucher im Alter zwischen 39 und 43 Jahren waren laut Polizei mit einer Gruppe anderer Besucher im Alter zwischen 46 und 47 Jahren in einen Streit geraten - es ging um die raren Sitzplätze. Dabei zog wohl ein Mann einen Maßkrug über den Kopf eines 46-Jährigen, der dadurch eine Kopfplatzwunde erlitt. Auf der Wiesnwache wurden gegen alle Beteiligten Anzeigen gefertigt. Die Kriminalpolizei übernahm die weiteren Ermittlungen.
Notfallsanitäterinnen auf der Wiesn begrabscht
Fünf sexuelle Belästigungen wurden angezeigt, deren Opfer laut Polizei sowohl Besucherinnen als auch Notfallsanitäterinnen waren. Unter Verdacht steht unter anderem 23-Jähriger, der mehrere Sanitäterinnen begrabscht haben soll.
Außerdem wurden zwei mutmaßliche Taschendiebe festgenommen – und ein 55-Jähriger versuchte, einen 19 Jahre alten Familienangehörigen aus dem Polizeigewahrsam zu befreien. Ermittelt wird nun wegen versuchter Gefangenenbefreiung.
Die Polizei geht von einer „abstrakt“ erhöhten Gefährdung auf dem Volksfest aus. Konkrete Hinweise auf eine drohende Gefährdung gab es demnach aber nicht. Etwa 600 Polizistinnen und Polizisten werden das Oktoberfest schützen, dazu kommen zahlreiche Ordnungskräfte. Verboten bleibt das Kiffen auf dem für sein Bier bekannten Fest.

Auf dem „Tower“ lässt sich das Wiesngelände von oben bestaunen.
Karl-Josef Hildenbrand/dpaErster Tag als „Rekordtag“ für Sanitätsdienst
Im Volksfest-Getümmel hat auch der Sanitätsdienst jede Menge zu tun: Mit rund 500 Einsätzen zählt der Samstag demnach als „Rekordtag“ für den ersten Tag des Oktoberfestes. Als mögliche Gründe dafür nannte die zuständige Aicher Ambulanz „die warmen Temperaturen und die daraus resultierenden großen Besuchermengen auf dem Festgelände“. Am Wochenende herrschten auch in München noch einmal hochsommerliche Temperaturen. Zahlreiche Besucher litten demnach unter Kreislaufproblemen.
6,7 Millionen Besucher im Jahr 2024
Bis zum 5. Oktober werden wieder mehrere Millionen Menschen zum größten Volksfest der Welt in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet. Im vergangenen Jahr kamen 6,7 Millionen Besucher auf die Theresienwiese, der Rekord stammt mit 7,2 Millionen aus dem Vorjahr 2023. Neben den Schaustellerstraßen mit den zahlreichen Fahrgeschäften und Karussells sind die großen Bierzelte die Hauptattraktion des Oktoberfests. Im vergangenen Jahr wurden auf der Wiesn sieben Millionen Maß getrunken.

