Mitbringsel aus Ägypten
: Zoll stoppt Reisenden mit massenhaft Potenzpillen, Kippen und Mangos

Nach einer Kontrolle am Bodensee-Airport in Friedrichshafen ging ein Mann nur mit einem Teil seiner Souvenirs nach Hause.
Von
Isabelle Jahn
Ulm/Friedrichshafen
Jetzt in der App anhören
Zoll erwischt 66-jährigen Reisenden mit Zigaretten und Potenzpillen am Bodensee-Aiport

Eine große Menge potenzsteigernder Medikamente und Zigaretten sowie kiloweise Obst wollte ein Reisender vor dem Zoll verheimlichen.

Zoll
  • Zoll stoppt 66-Jährigen am Bodensee-Airport mit 600 Zigaretten, 360 Potenzpillen und 8 kg Mangos.
  • Mann reiste aus Hurghada, Ägypten ein; nutzte den "grünen Kanal", gab an, nichts mitgebracht zu haben.
  • Zigaretten wurden nachgezahlt, Potenzmittel sichergestellt; Fall wird von Arzneimittelbehörde geprüft.
  • Mangos wegen Lebensmittelschutz vernichtet: Einfuhr aus Nicht-EU-Ländern verboten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein paar Souvenirs für die Familie und Reiseandenken für sich selber sind für gewöhnlich in den meisten Koffern von Rückreisenden zu finden. Was bei einem 66-Jährigen am Freitagmorgen, 4.4., am Bodensee-Airport in Friedrichshafen entdeckt wurde, geht aber weit darüber hinaus – und schaffte es nicht alles bis in die heimische Wohnung. Insgesamt 600 Zigaretten, 360 Potenzpillen und acht Kilogramm Mangos hatte der Mann aus dem Raum Memmingen im Gepäck, der mit dem Flieger aus dem beliebten Urlaubsziel Hurghada in Ägypten eingereist war und laut der Mitteilung des Hauptzollamts Ulm den „grünen Kanal“ benutzte.

Als Zöllner ihn auf mitgebrachte Waren ansprachen, gab er an, nichts dabei zu haben. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, zeigte sich zumindest in dem Fall: In Kleidung und Gepäck des Reisenden fanden die Zöllner Zigaretten, die er in mehreren Jackentaschen mit Klebeband fixiert hatte. Auch die Medikamente, die der 66-Jährige im Innenfutter seiner Reisetasche versteckt hatte, kamen zutage.

Zoll stellt Potenzmittel sicher – Behörde prüft Fall

Die Zigaretten durfte der Mann behalten, die Beamten erhoben allerdings 150 Euro Einfuhrabgaben und einen Zuschlag für 400 Zigaretten – also zwei Stangen – nach. Vom Rest galt es Abschied zu nehmen: Die Potenzmittel wurden sichergestellt, und möglicherweise kommt wegen der großen Menge der in Deutschland verschreibungspflichtigen Medikamente eine weitere Strafe auf den Reisenden zu: Der Fall wurde an die Arzneimittelbehörde weitergegeben und wird dort geprüft, erklärt ein Sprecher des Hauptzollamts Ulm auf Nachfrage.

Keine Lebensmittel aus Nicht-EU-Ländern

Das Obst wurde aus lebensmittelrechtlichen Gründen vernichtet: „Aus einem Drittland ist es grundsätzlich nicht erlaubt, Lebensmittel mitzunehmen“, betont der Sprecher. Die Gefahr von Verunreinigungen und Übertragungen von Krankheiten sei zu hoch. Beim Proviant für die Heimreise werde natürlich ein Auge zugedrückt.